Krankenscheine liegen einem Schreibtisch.
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Trotz der Corona-Pandemie haben sich in Hessen laut einer DAK-Auswertung nicht mehr Menschen krankschreiben lassen.

Gesundheit

Kein höherer Krankenstand

Der Krankenstand in Hessen ist trotz der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 kaum gestiegen – das legt eine Auswertung der Krankenkasse DAK nahe. 

Zwar gab es mehr Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen, aber weniger als in schweren Grippejahren.

„Entgegen den Erwartungen ist ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben, obwohl es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab“, sagte Sötkin Geitner, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Hessen.

Die DAK hat die Daten von 274 000 Versicherten in Hessen ausgewertet. Die Kasse hält diese Zahl für so hoch, dass sie die Aussagen als repräsentativ bewertet. Da sich die Kundenkreise der einzelnen Krankenkassen unterscheiden, müssen die Ergebnisse aber nicht zwingend den Bevölkerungsdurchschnitt abbilden.

DAK-Versicherte in Hessen waren im ersten Halbjahr durchschnittlich 7,7 Tage krankgeschrieben. Im Vorjahreshalbjahr waren es 7,6 Tage gewesen. Im Monatsvergleich war der Krankenstand 2020 vor allem im März erhöht, im April ging er bereits wieder zurück, im Mai und Juni lag er unter dem Durchschnitt.

Die Fehltage wegen Atemwegserkrankungen stiegen um elf Prozent auf 153 Tage je 100 Beschäftigte. Insgesamt lagen die Fehlzeiten aus diesem Grund „immer noch unterhalb des schweren Grippejahres 2018“, wie die Krankenkasse mitteilte.

Die meisten Fehltage gab es weiterhin wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen. Außerdem kam es im ersten Halbjahr 2020 zu einem Anstieg der Ausfalltage aufgrund psychischer Erkrankungen. (dpa)

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