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Kaum Spielraum beim Etat

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Zurückhaltung bei Investitionen

Hochtaunus - Noch ist der Haushaltsplan für das laufende Jahr im Lot, vielleicht gibt es sogar am Jahresende eine klitzekleine Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Ansatz. Für 2023 jedoch ziehen dunkle Wolken auf, die längst am Horizont sichtbar sind.

Bis Ende Juni wollte der Kreis eigentlich 83,4 Millionen Euro investiert haben, geworden sind es aber nur 17,8 Millionen. Landrat Ulrich Krebs (CDU), der dem Hauptausschuss (HFD) am Montag turnusmäßig über den Stand des Haushaltsvollzugs zur Jahresmitte berichtete, begründete die Zurückhaltung beim Geldausgeben mit Lieferengpässen, bedingt durch die geopolitische Lage. Demzufolge lägen die Einzahlungen zum 30. Juni mit 6,2 Millionen Euro ebenfalls noch deutlich unter dem Planansatz. Krebs sagte, dass der mit der Verabschiedung des Etats geplante Fehlbedarf von 8,46 Millionen Euro nach aktueller Kalkulation bei rund 8,27 Millionen Euro liege und zum Jahresende minimal um 200000 Euro unter dem geplanten Ansatz abschließen könnte. Den Bestand der flüssigen Mittel zum 30. Juni bezifferte Krebs mit rund 39 Millionen Euro. Bis Jahresmitte seien weder Liquiditäts- noch Investitionskredite in Anspruch genommen worden, auch Umschuldungen habe es nicht gegeben. 10 Millionen Euro seien bei der Taunus Sparkasse in zwei Tranchen zu je 5 Millionen Euro mit unterschiedlichen Laufzeiten angelegt. Als Gesamtschuldenstand nannte Krebs 598247433,76 Euro. Das sind rund 16 Millionen Euro weniger als zum Jahresende 2021. Die Prokopfverschuldung im Hochtaunuskreis liegt damit momentan bei rund 2330 Euro. Für den Haushaltsplan 2023, an dem in der Kämmerei längst gearbeitet wird, rechnet Krebs wegen der enormen Kostensteigerungen insbesondere auf dem Energiemarkt mit großen Problemen.

Um den Etat stabil zu halten, kämen dann auch die Rücklagen ins Spiel, auch wolle man die Kommunen möglichst wenig zusätzlich belasten. Spielräume, das stehe schon jetzt fest, wird es 2023 aber kaum geben. as

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