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Kaum Spielraum an Süd- und Ostring

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Um den Verkehr auf Süd- und Ostring zu entlasten, hatte sich die Politik ein ganzes Bündel an Maßnahmen überlegt.
Um den Verkehr auf Süd- und Ostring zu entlasten, hatte sich die Politik ein ganzes Bündel an Maßnahmen überlegt. Konopatzki © Konopatzki

Kreiselbau wird nicht weiter verfolgt / Geringe Chancen für neuen Autobahn-Anschluss

BAD HOMBURG - Am kommenden Mittwoch bespricht die Politik im städtischen Mobilitätsausschusses etliche Punkte - die großen Verkehrsprojekte stehen jedoch nicht als gesonderte Punkte auf der Tagesordnung. Dabei gab es dort in den vergangenen Monaten einige neue Erkenntnisse, wie die auf Juli datierte Präsentation „Sachstand der Verkehrsentwicklung auf Süd- und Ostring“ zeigt, die einen Überblick über den Bearbeitungsstand einiger vom Parlament beschlossener Anträge bietet. Dabei wird schnell klar: Vieles, was die Politik angegangen wissen wollte, hat wenig Chancen. Zu einem zusätzlichen Autobahnanschluss heißt es etwa: „Gespräch mit der Bundesautobahn GmbH. Es wird von einer Weiterverfolgung abgeraten wg. verschiedentlicher Hindernisse.“ Eine Verkehrssimulation soll es trotzdem geben.

Für die Knotenpunkte B&K-Kreuzung, Massenheimer Weg und die Einmündung der L 3205 aus Richtung Ober-Erlenbach wurden mögliche Kreisverkehre geprüft. Für die ersten beiden kommt die Prüfung zum Schluss: „Unzureichende Leistungsfähigkeit in mehreren Zufahrten“, an allen drei Stellen stünde ein höherer Flächenbedarf zu Buche, und man könne nicht in den Verkehrsfluss eingreifen. Für den Kreisel an der B&K-Kreuzung, Kosten 1,5 bis 2 Millionen Euro, bemängelt die Untersuchung zudem, dass „eine sichere Querung von Fuß- und Radverkehr nicht ohne Umwege möglich“ sei. Fazit: Die Anlage von Kreisverkehren sei „wirtschaftlich und verkehrlich nicht sinnvoll“ und werde daher nicht mehr bei weiteren Planungen berücksichtigt.

Ausbau von Einmündung derzeit nicht nötig

Vom Tisch ist - zumindest derzeit - der Ausbau der Einmündung „Am Grünen Weg“ auf den Südring. Der benachbarte Knotenpunkt (Kalbacher Straße) werde von Hessen Mobil mit einer Ampel ausgestattet und könne dann den zusätzlichen Verkehr des neuen Wohngebiets aufnehmen.

Dauern wird es mit dem Verkehrsleitsystem beziehungsweise mit der Digitalisierung der Ampelsteuerung auf der Zeppelinstraße sowie dem Süd- und Ostring. Erst nach Abschluss eines derzeit laufenden städtischen Projekts könnten Aussagen zu Machbarkeit und den Kosten getroffen werden.

Andere Maßnahmen sollen weiter verfolgt werden. So soll die Linksabbiegerspur auf dem Ostring in Richtung Ober- und Nieder-Erlenbach verlängert werden. Außerdem ist geplant, die Ampelschaltung zwischen diesem Knotenpunkt und dem am Massenheimer Weg zu verbessern, wenn die dortige Ampelanlage erneuert wurde. Für die B&K-Kreuzung wird die Schaffung eines zweiten „Geradeausstreifens“ in Richtung Massenheimer Weg geplant, in der Gegenrichtung soll die Linksabbiegerspur Richtung Nieder-Eschbach verlängert werden. Vertiefende Untersuchungen sollen ausgeschrieben werden und eine Entwurfsplanung eine abschließende Aussage über die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems treffen. Auch will man sich mit Hessen Mobil als Straßenbaulastträger abstimmen. Für die Knotenpunkte „Am Römischen Hof“ und „Am Grünen Weg“ habe man die Pläne bereits an Hessen Mobil versandt, die Vorplanungen seien abgeschlossen. Für vertiefende Planungen müssten die Unterlagen von der Stadt ergänzt werden, erst dann werde Hessen Mobil über eine eventuelle Umsetzung entscheiden.

Die Verwaltung will die entsprechenden Vorlagen in die Gremien einbringen.

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