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Katastrophenschutzzentrum geplant

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Der Wetteraukreis will das Gelände des ehemaligen Obi-Marktes im Büdinger Industriegebiet für 2,8 Millionen Euro kaufen. Aus dem 12 500 Quadratmeter großen Areal soll ein Zentrum für Zivil- und Katastrophenschutz werden. Noch fehlt die Zustimmung der Kreisgremien.

Der Kreis betrieb in dem Gebäude von Februar bis September 2021 ein Impfzentrum. Jüngster Mieter der Halle war der Verein „Hessen hilft“, der sie als Lager für Spenden nutzte. Das Gebäude soll nach Informationen von Kreissprecherin Deliah Eckhardt künftig als Zentrum des Wetterauer Zivil- und Katastrophenschutzes dienen. Derzeit sind an mehreren Standorten Ausstattung und Material des zuständigen Fachbereichs Gesundheit und Bevölkerungsschutz eingelagert. Die im Kreisgebiet verteilten Lager sollen nun zentralisiert werden. Dazu sind Planungen angelaufen. Auch Archiv- oder temporäre Ausweichflächen für die Zeit der Sanierung und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes in Büdingen (Landratsamt) stünden zur Verfügung.

In Büdingen macht im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen die Runde, dass es Pläne gebe, das Gebäude im Industriegebiet als Unterkunft zu nutzen. Der frühere Bürgermeister Erich Spamer (FWG) behauptete das am Montag in einer Versammlung in Bindsachsen, bei der es ebenfalls um die Verteilung und Unterbringung geflüchteter Menschen ging. Im früheren Baumarkt hätten bis zu 500 Leute Platz, so Spamer. Der Wetteraukreis widerspricht vehement. „Eine Unterbringung von Geflüchteten in der Halle ist explizit nicht vorgesehen“, betont Eckhardt. Aber: Das Gebäude könne jedoch im Bedarfsfall als sogenannter Betreuungsplatz 500 (BTP 500) im Sinne des Sonderschutzplans Betreuungsdienst des Landes Hessen genutzt werden. Der BTP 500 verpflege, versorge und betreue in Notlagen - wie beispielsweise Hochwasserereignissen, Gasmangellagen oder anderen akuten Notfällen - bis zu 500 Personen. Würde das Land dem Wetteraukreis etwa auftragen, innerhalb kürzester Zeit eine Unterkunft für mehrere Hundert Menschen zu schaffen, wie es beispielsweise im Frühjahr in Nidda der Fall war, ließe sich das in Büdingen problemlos umsetzen.

Das bestätigt auch Bürgermeister Benjamin Harris (CDU). Der Kreisausschuss habe ihn von diesen Plänen unterrichtet. Nur wenn das Land dem Kreis einen entsprechenden Befehl erteile, würden temporär Geflüchtete dort untergebracht und versorgt.

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