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Ein Flugzeug am Kassel-Airport

Calden

Mehr Passagiere am Kassel-Airport

Der Kassel-Airport meldet ein Passagierrekord für 2018. Wie sich die Passagierzahl auf das Defizit des Airports auswirkt, ist noch unklar.

Der defizitäre Regionalflughafen Kassel-Airport hat seine Passagierzahl im Jahr 2018 fast verdoppelt. „Es geht aufwärts mit dem Flughafen, den im vergangenen Jahr rund 132 000 Passagiere genutzt haben“, sagte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH am Freitag. Im Jahr zuvor waren rund 70 000 Fluggäste gezählt worden.

Damit erzielte der Airport nun erneut einen Passagierrekord, bewegt sich aber weiter auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Der nahe gelegene Flughafen Paderborn-Lippstadt in Nordrhein-Westfalen war im Jahr 2018 auf knapp 740 000 Fluggäste gekommen.

Wie sich die Passagierzahl auf das Defizit des Airports auswirkt, ist noch unklar. Man werde die Vorgabe des Landes Hessen einhalten, sagte eine Flughafensprecherin. Im Jahr 2017 machte der Airport rund sechs Millionen Euro Minus. Für 2018 gelten noch die bisherigen Vorgaben einer Defizitreduzierung um zehn Prozent pro Jahr. In Zukunft würden sich diese durch den neuen Koalitionsvertrag von CDU und Grünen leicht verändern.

Im Sommer wird es zwölf wöchentliche Linienflüge ab Kassel-Calden geben. Das entspreche der Zahl des Vorjahres, sagte die Sprecherin. Die Mallorca-Flüge werden von vier auf fünf aufgestockt, zudem geht es mit mehreren Verbindungen ins griechische Heraklion (Kreta), nach Hurghada in Ägypten, ins türkische Antalya und nach Fuerteventura.

Erstmals soll es ab Kassel eine innerdeutsche Verbindung geben: Von Juni an fliegt samstags eine Maschine der Fluggesellschaft Rhein-Neckar-Air aus Mannheim in Richtung Sylt. Aufgrund der Fluggastzahlen stockt der Kassel- Airport im Sommer auch die Mitarbeiterzahl auf: von derzeit 156 Beschäftigten auf 167.

Das Land hält mit 68 Prozent die meisten Flughafen-Anteile. Weitere Gesellschafter sind die Stadt und der Kreis Kassel (je 13 Prozent). Die kleine Gemeinde Calden hält sechs Prozent, wird aber in den nächsten Wochen je 1,5 Prozent an Stadt und Landkreis abgeben. (dpa)

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