+
Für rund 42 Millionen Euro wird eine Tochterfirma des Bauvereins die Kaserne vom Bund kaufen.

Bauverein AG Darmstadt

Kasernenkauf vereinbart

  • schließen

Die Unterzeichnung des Vertrags mit der Bima verzögert sich. Die Tochterfirma der städtischen Bauverein AG will die Konversionsfläche für 42 Millionen Euro für die Stadt Darmstadt kaufen.

Der Vertrag über den Ankauf der Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung kommt nicht – wie seit Monaten von der Stadt angekündigt – bis zum Ende des Jahres zustande. Zwar haben sich Vertreter der städtischen Bauverein AG und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) auf einen Vertragstext geeinigt. Dieser werde aber erst im Januar unterzeichnet, teilte ein Sprecher der Bauverein AG am Freitag auf Anfrage mit.

Den Kauf der ehemaligen Militärflächen soll die BVD New Living, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bauverein AG ist, für die Stadt abwickeln. Die Gesellschaft ist bereits für die Konversion der Lincoln-Siedlung, die sich westlich der Heidelberger Straße befindet, zuständig.

Nach Informationen der Frankfurter Rundschau wird die BVD New Living die Kasernenflächen für rund 42 Millionen Euro von der Bima erwerben. Dass der Vertrag nicht, wie bislang geplant, in diesem Jahr unterzeichnet wird, hat allerdings nicht die Darmstädter Seite, sondern die Bima zu verantworten. Dem Vernehmen nach lag Claus Niebelschütz, dem für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständigen Verkaufsleiter der Bima, keine Unterschriftsvollmacht vor, so dass der Vertrag nicht unterzeichnet werden konnte.

Ein Sprecher der Bima teilte am Freitag auf Anfrage nur mit, man könne zum aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich der Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung zunächst keine Angaben machen, da man noch auf die Zuarbeit der zuständigen Fachabteilung angewiesen sei.

Anfang des Monats hatte die Stadt in einer Bürgerinformationsveranstaltung die städtebauliche Planung für das Areal vorgestellt. Dazu gehört zum Beispiel, wo Verkehrs-, Grün- und Freiflächen in dem Quartier südlich des Stadtteils Bessungen entstehen sollen. Angedacht sind auch Wald- und Biotopflächen. Wie der öffentliche Personennahverkehr an die künftige Siedlung angebunden werden kann, ist ebenfalls ein Aspekt; dafür soll die bestehende Straßenbahntrasse verlängert werden. Darüber hinaus geht es um die soziale Infrastruktur wie Schule, Kita und Jugendzentrum sowie um Quoten zur Sicherung des sozial geförderten Wohnungsbaus.

Die Stadtverordneten haben zudem in ihrer jüngsten Sitzung – gegen die Stimmen der Fraktion Uwiga – mit großer Mehrheit ein Eckpunktepapier für die Konversionsfläche gebilligt, auf der insgesamt 1400 Wohnungen für etwa 3000 Einwohner entstehen sollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare