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Kart-Messe kehrt Offenbach den Rücken

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Von: Annette Schlegl

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2019 zeigten rund 500 Hersteller auf über 120 Ständen alles für den Kartsport und Indoor-Hobbykarting.
2019 zeigten rund 500 Hersteller auf über 120 Ständen alles für den Kartsport und Indoor-Hobbykarting. © ROLF OESER

Die Internationale Kart-Ausstellung findet künftig in Dortmund und nicht mehr in Offenbach statt. Es gab Querelen zwischen der Messegesellschaft und der Veranstalterin.

Die Internationale Kart-Ausstellung (IKA) kehrt Offenbach den Rücken und geht nach Dortmund. Die nach eigenen Angaben weltweit größte Kartmesse fand fast 30 Jahre lang einmal jährlich in den Offenbacher Messehallen statt. Querelen zwischen der Messegesellschaft und der Veranstalterin Alix GmbH aus Obertshausen führten nun zum Weggang in die Westfalenhallen Dortmund.

Alice Wagner, Gründerin der Alix GmbH, erklärte gegenüber der FR, die IKA hätte eigentlich im Januar stattfinden sollen. Doch zu Jahresbeginn war eine Messe wegen des Lockdowns nicht möglich; außerdem verstarb ihr Mann damals sehr kurzfristig. Der Enkelsohn nahm nach seinem Tod das Zepter in die Hand und verschob die Messe auf Juli. Zwei Wochen vor dem Termin sagte er die Kart-Ausstellung aufgrund der Corona-Lage dann ab. Mehrere Aussteller hätten kurzfristig zurückgezogen, so Wagner. „Wir hätten zwar einige Aussteller bekommen, aber kaum Besucher.“ Die Messegäste aus aller Welt hätten bei einem Besuch in Offenbach nämlich zum Teil in Quarantäne gemusst. „Wir hätten draufzahlen müssen“, sagte sie.

Messe-Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe habe daraufhin von der Alix GmbH 70 000 Euro vertragliche Stornogebühren verlangt. „Mein Enkelsohn hatte doch gerade erst in dem Geschäft angefangen, hatte doch noch gar nichts verdient“, erzählte Alice Wagner. Sie wandte sich an Bürgermeister Felix Schwenke (SPD), aber das brachte keine Lösung. Erst mit anwaltlicher Hilfe sei die geforderte Summe auf 17 000 Euro reduziert worden, so Wagner.

Verzicht auf Mietkosten

Die Messe Offenbach schrieb in einer Pressemitteilung, dass sie den Wechsel der Internationalen Kart-Ausstellung bedauert. Die IKA verlasse die Messe Offenbach trotz Unterstützung und finanziellen Entgegenkommens, erklärte Kappe. Den Vorwurf einer mangelnden Bereitschaft der Messegesellschaft und der Stadt Offenbach zur Unterstützung der IKA wies er zurück.

Schon bei der Kart-Messe im Januar 2020 – also noch vor der Corona-Krise – sei eine ganze Halle leer geblieben. Aus Kulanz aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit habe man damals auf die Mietkosten für die ungenutzte Fläche verzichtet.

Den diesjährigen Juli-Termin habe die Alix GmbH sehr kurzfristig abgesagt, obwohl die Stadt Offenbach eine Durchführung mit einem geeigneten Hygienekonzept gestattet hätte. „Selbstverständlich hätten wir und die Stadt bei der Erstellung des Konzeptes für die IKA geholfen“, schreibt Kappe. Nach der Entscheidung zur Absage habe man der Veranstalterin sogar noch Dreiviertel der Stornogebühren erstattet. „Mehr konnten wir nicht tun.“

Der Rennsport werde aber in Offenbach bleiben. Als neue Veranstaltung werde 2022 die Simcom für virtuellen und digitalen Rennsport in den Messehallen realisiert.

Das Interesse der Kunden an den Karts war groß.
Das Interesse der Kunden an den Karts war groß. © Chris Hartung

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