1. Startseite
  2. Rhein-Main

Kandidatur zur Ministerpräsidentin? Faeser legt sich nicht fest

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Pitt von Bebenburg

Kommentare

Nancy Faeser, hier bei ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden im Jahr 2019.
Nancy Faeser, hier bei ihrer Wahl zur Landesvorsitzenden im Jahr 2019. © Swen Pförtner/dpa

Entscheidung über Kandidatur in Hessen fällt bei der SPD erst im nächsten Jahr. An diesem Wochenende will sich die Bundesinnenministerin Faeser als Landeschefin der Partei wiederwählen lassen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser stellt sich am Wochenende zur Wiederwahl als Parteivorsitzende der hessischen SPD. Der Parteitag kommt in Marburg zusammen, angesichts der Corona-Pandemie im Georg-Gaßmann-Stadion.

Faeser war Ende 2019 als Nachfolgerin von Thorsten Schäfer-Gümbel an die hessische SPD-Spitze gewählt worden. „Ich trage jetzt seit gut zwei Jahren die Verantwortung als Landesvorsitzende und möchte mit dazu beitragen, dass wir die CDU nach 25 Jahren an der Regierung ablösen“, sagte Faeser der Frankfurter Rundschau und fügte hinzu: „Das wird Zeit.“

SPD will „im nächsten Jahr entscheiden“

Die 51-jährige Juristin ließ die Frage offen, ob sie trotz ihrer Arbeit als Bundesinnenministerin als Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin in die Landtagswahl im Herbst 2023 ziehen wird. Faeser machte deutlich, dass eine Entscheidung darüber noch nicht in diesem Jahr zu erwarten ist. „Die SPD in Hessen wird das rechtzeitig im nächsten Jahr entscheiden“, sagte sie.

Aus Faesers Sicht lässt es sich jedenfalls miteinander vereinbaren, Parteivorsitzende in Hessen zu sein und ein herausforderndes Ministerinnenamt in Berlin zu bekleiden. „Das ist in der Tat fordernd, gerade in diesen Zeiten“, erklärte sie. „Aber viele vor mir in Spitzenämtern waren zugleich Parteivorsitzende im Bund oder in den Ländern, das ist nicht neu. Das wird mir auch gelingen.“

Grußwort vom Kanzler

In Wiesbaden scheidet Ende des Monats Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) aus dem Amt. Die CDU hat Landtagspräsident Boris Rhein als Nachfolger vorgeschlagen. Der grüne Koalitionspartner hat dafür seine Unterstützung zugesagt. Bei der Landtagswahl 2023 könnten dann CDU-Mann Rhein, der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir für die Grünen sowie Sozialdemokratin Faeser um den Posten in der Staatskanzlei konkurrieren.

Beim Marburger Landesparteitag der SPD wird Bundeskanzler Olaf Scholz per Video ein Grußwort halten. Bei den anschließenden Wahlen soll die Baunataler Bürgermeisterin Manuela Strube in die engere Parteiführung aufrücken. Sie bewirbt sich als eine von drei stellvertretenden Parteivorsitzenden neben den beiden Bezirksvorsitzenden Kaweh Mansoori (Hessen-Süd) und Timon Gremmels (Hessen-Nord), die dem Bundestag angehören.

Der dritte Vizeposten ist traditionell für Kommunalpolitiker:innen vorgesehen. Zuletzt wurde er von der Landrätin von Marburg-Biedenkopf, Kirsten Fründt, eingenommen, die aber im Januar starb.

Frankfurter Grumbach scheidet aus Landesvorstand aus

Von den 14 Beisitzerinnen und Beisitzern im Vorstand scheiden drei aus. Darunter ist der langjährige SPD-Funktionär Gernot Grumbach.

Der 69-jährige Grumbach gehörte mehr als 30 Jahre lang der Führung der SPD Hessen-Süd an und stand von 2001 bis 2019 an der Spitze der Bezirkspartei. In dieser Zeit war er auch stellvertretender hessischer SPD-Vorsitzender. Grumbach ist seit 2003 Abgeordneter des Hessischen Landtags, wo er als umweltpolitischer Sprecher agiert.

Auch interessant

Kommentare