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Eine Tigermücke.

Tiere

Kampf der Tigermücke

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Das Insekt brütet in Wasseransammlungen im Freien. Wieder ist ein Exemplar in Frankfurt entdeckt worden.

Die Asiatische Tigermücke fühlt sich wohl in Hessen: Im zweiten Jahr in Folge wurde ein Exemplar der Aedes albopictus in Frankfurt nachgewiesen, teilte das Hessische Sozialministerium mit. Verbunden mit der Bitte an die Bevölkerung, sich am Kampf gegen die Ausbreitung des Insekts zu beteiligen.

Ein aufmerksamer Bürger habe das besagte Exemplar in Frankfurt entdeckt und an den „Mückenatlas“ geschickt, ein Projekt des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung und des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Die aus Südostasien stammende potenzielle Überträgerin von Krankheitserregern wie dem Dengue- oder Chikungunyavirus kommt hauptsächlich in wärmeren Regionen vor.

Frankfurt führt bekanntlich kein Inseldasein. Die Stechmücke kennt keine Stadtgrenzen. Auch in anderen Regionen Deutschlands habe sie bereits überwintert und sich dauerhaft angesiedelt. Umso wichtiger sei es dafür zu sorgen, dass sie sich nicht auf dem eigenen Grundstück und im eigenen Garten ansiedelt, mahnt das Ministerium. Als wirksamster und nachhaltigster Schutz gegen Ansiedlung empfehle sich, die Möglichkeit zum Brüten zu nehmen: etwa indem im Sommer jegliche Wasseransammlungen im Freien vermieden werden. Die gibt es zum Beispiel in Topfuntersetzern, in ungenutzten Gießkannen, in Eimern. Regentonnen sollten abgedeckt werden. Wasser in Vogeltränken oder Planschbecken mindestens einmal wöchentlich ausgetauscht werden.

Ein weiterer Tipp: Regenrinnen mehrmals im Jahr vom Laub befreien, damit sich kein Wasser darin staut. Für die Grabpflege auf dem Friedhof empfehlen die Experten, ungenutzte Blumenvasen auf den Kopf zu stellen und Gießkannen zu leeren. Noch mehr Tipps hat das Ministerium in einem Merkblatt zusammengefasst und ins Internet gestellt. Wer zum Mückenmonitoring in Deutschland beitragen möchte, schickt eingefangene Exemplare zur Artbestimmung an den „Mückenatlas“.

Um herauszubekommen, ob Populationen überwintert haben oder neu eingeschleppt wurden, hatte das Land im Frühjahr das Monitoring im Frankfurter Stadtgebiet fortgesetzt. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) beauftragte damit Experten des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums. Die von ihnen gesammelten Daten sollen Informationen über das Ausbreitungsmuster der Stechmücken liefern. Und dabei helfen, die richtigen Schritte einzuleiten, damit sich die Asiatische Tigermücke nicht weiter verbreitet.

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