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Eine Pflegekraft (l.) begleitet die Bewohnerin eines Altenheims beim Gang über den Flur.

Hessen

Kampf gegen den Pflegenotstand

Die Hürden sinken: In Zukunft kann man sich in Hessen auch ohne Schulabschluss für die Altenpflege ausbilden lassen.

Hessen öffnet die Altenpflegeausbildung für Menschen ohne Schulabschluss. Damit sollen unter anderem junge Flüchtlinge mit Bleibeperspektive eine Chance bekommen, den Beruf des Altenpflegehelfers zu ergreifen. Der Landtag in Wiesbaden verabschiedete am Dienstag mit breiter Mehrheit eine Reform des hessischen Altenpflegegesetzes. Viele Pflegeheime im Land suchen dringend Personal.

Künftig können Azubis parallel zur Ausbildung ihren Hauptschulabschluss machen. Das Modellprojekt startet mit jährlich 160 Plätzen. Der paritätische Wohlfahrtsverband in Hessen hatte den Vorstoß begrüßt. Es sei nicht Intention der Landesregierung, mit diesem neuen Programm den Fachkräftemangel in der Pflege insgesamt zu beheben, sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU). Aber es sei ein Beitrag, junge Menschen auf dem Weg zu einem qualifizierten Schulabschluss und Beruf zu unterstützen. (dpa) 

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