Ein Auto fährt über eine Landstraße.
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Ein Auto fährt über eine Landstraße.

Bauarbeiten

Kampf den Schlaglöchern

In Hessen gibt es mehr Geld für die Straßensanierung. Vor allem ländliche Regionen werden davon profitieren.

Hessens Landesregierung treibt die Sanierung der Landesstraßen voran. Vor allem die ländlichen Regionen in Hessen sollten davon profitieren, dass die sogenannte Sanierungsoffensive verlängert werde, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Donnerstag in Wiesbaden. Start dieses Programms war im Jahr 2016. Es soll nun bis ins Jahr 2025 fortgesetzt werden.

Das Land werde in den kommenden Jahren weitere 325 Millionen Euro für die Vorhaben in die Hand nehmen, erklärte der Verkehrsminister. Mit diesen Mitteln sollen zusätzlich 465 Projekte an Landesstraßen umgesetzt werden. Das Finanzvolumen des gesamten Projekts beläuft sich für die Jahre 2016 bis 2025 nach Angaben von Al-Wazir inzwischen auf ein Budget von 930 Millionen Euro. Es gibt 1138 einzelne Sanierungsprojekte. Das Geld komme aus dem Landeshaushalt und nicht aus dem Corona-Sondervermögen.

Das Motto der Verantwortlichen in Hessen laute weiter „Erhalt vor Neubau“, betonte der Verkehrsminister. Das Landesprogramm sei transparent und gebe den Städten und Gemeinden die notwendige Planungssicherheit. Um flexibel auf sich ändernde Straßenverhältnisse reagieren zu können, sei bei den Plänen des Landes auch ein finanzieller Puffer eingebaut worden.

Insgesamt 673 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 605 Millionen Euro seien bereits Teil des Vorhabens, berichtete der Minister. Seit ihrem Start im Jahr 2016 seien 365 Projekte umgesetzt und fertiggestellt worden. An weiteren 49 Sanierungsmaßnahmen werde in diesem Jahr gearbeitet.

Erhalt vor Neubau

„Wir haben das Ziel gehabt, im Jahr 2019 den Anteil der Sanierungsprojekte im Landesstraßenbau auf 83 Prozent anzuheben“, sagte Al-Wazir. „Wir haben sogar einen Anteil von 90 Prozent geschafft und damit mehr Straßen wieder in Schuss bringen können als ursprünglich geplant. Das ist ein Erfolg und ein weiterer Schritt im Kampf gegen Schlaglöcher auf hessischen Straßen.“

Für die Fortschreibung der Sanierungsmaßnahmen seien noch einmal rund 2000 Straßenprojekte auf Dringlichkeit untersucht worden. Bei der Auswahl hätten die Verantwortlichen klare und objektive Kriterien herangezogen: „Wie ist der Zustand der Straße? Wie stark ist die Straße befahren? Wie stark kann die Lärmbelastung durch eine Sanierung verringert werden?“

465 neue Maßnahmen seien dabei als vordringlich identifiziert worden. Von diesen entfalle knapp die Hälfte darauf, Ortsdurchfahrten zu sanieren. Die andere Hälfte betreffe Decken- und grundhafte Erneuerungen von Fahrbahnen.

„Bis 2025 haben wir vor, zusätzlich rund 640 Kilometer Landesstraße wieder flott zu machen“, versicherte der Minister. „Davon wird vor allem der ländliche Raum profitieren, denn hier liegen etwa 600 Kilometer Landesstraße, die wir sanieren wollen.“ Bezogen auf die Bevölkerungszahl liege der überwiegende Teil der Sanierungsprojekte in Nord- und Mittelhessen.   (dpa)

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