Wirtschaft

Kammern warnen vor Investitionsstau

Die Hälfte der hessischen Betriebe verschiebt oder streicht nach einer Umfrage Investitionen wegen der Corona-Krise. 

Jedes vierte Unternehmen plant nach der am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Befragung des hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) zudem einen Stellenabbau. Im Gastgewerbe seien es sogar sieben von zehn Betrieben. Mehr als 1100 Unternehmen hatten an der Umfrage teilgenommen.

Nach den Antworten muss jedes dritte hessische Unternehmen in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von mehr als 25 Prozent verkraften. Jedes vierte Unternehmen beklagt derzeit Liquiditätsengpässe. Eine drohende Insolvenz sehen demnach acht Prozent der befragten Betriebe auf sich zukommen. Im Gastgewerbe und der Reisewirtschaft fürchten sogar mehr als 20 Prozent das wirtschaftliche Aus.

42 Prozent der befragten Betriebe bewerteten der Umfrage zufolge ihre Finanzlage als gut. Doch vier von zehn Firmen nehmen staatliche Hilfen in Anspruch, vor allem das Kurzarbeitergeld. „Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen kommen an, können das ausfallende Wirtschaften aber nur in Teilen kompensieren“, sagte HIHK-Geschäftsführer Robert Lippmann. Angesichts der derzeitigen Lage werde ein Investitionsstau befürchtet. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare