1. Startseite
  2. Rhein-Main

Kali-Salzlauge - Woher und wohin?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Seit Jahrzehnten wird um die Kali-Förderung gestritten. Dem Willen um die Sicherung der 5000 Arbeitsplätze in Hessen und Thüringen stehen erhebliche Umweltprobleme gegenüber.

Wo kommt das Wasser her? Beim Abbau des Salzes entstehen Milliarden Liter Lauge, weil das Salz an die Oberfläche gespült wird. Bei einer Jahresförderung von 25 Millionen Tonnen Salz fallen 20 Millionen Tonnen feste und flüssige Rückstände an. Derzeit sind es allein 14 Millionen Kubikmeter Salzlauge. Zu DDR-Zeiten waren es bis zu 40 Millionen.

Wie wird die Lauge beseitigt? Etwa die Hälfte wird derzeit in die Werra geleitet, die andere Hälfte unter die Erde zurückgepumpt. Diese Verpressung endet jedoch in Kürze, die Salzfracht für die Werra würde sich also erhöhen. Allerdings hat sich K+S an den Grenzwert von 2,5 Gramm Salz je Liter zu halten.

Welche Entsorgungswege gibt es? Diskutiert werden fast zwei Dutzend Varianten, die jedoch oft technisch kaum realisierbar oder extrem teuer sind. K+S favorisiert eine 63 Kilometer lange Pipeline, die die Lauge von einem Werk bei Fulda an die Werra transportieren soll. Derzeit geschieht das mit etwa 200 Lastwagenfahrten täglich. Im Gespräch ist auch eine Leitung bis zur Nordsee. Obwohl diese Variante auf 500 Millionen Euro taxiert wird, gewinnt sie Befürworter. (dpa)

Auch interessant

Kommentare