Statistik

Jugendkriminalität geht zurück

Während hessische Staatsanwaltschaften 2009 in Jugendsachen 55 861 Ermittlungsverfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte einleiteten, waren es 2019 noch 42 553 Fälle.

Die Jugendkriminalität in Hessen ist nach Angaben des Justizministeriums zwischen den Jahren 2009 und 2019 zurückgegangen. Dies gelte mit Blick auf die Statistiken insbesondere für schwere Delikte, teilte das Ministerium auf eine parlamentarische Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rainer Rahn mit.

Während hessische Staatsanwaltschaften 2009 in Jugendsachen 55 861 Ermittlungsverfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte einleiteten, waren es 2019 noch 42 553 Fälle. „Grundlegende Veränderungen der Rechtsprechung oder der für Jugendliche einschlägigen strafrechtlichen Regelungen hat es in dem benannten Zeitraum nicht gegeben“, erklärte eine Sprecherin.

Die Anzahl der insgesamt nach dem Jugendstrafrecht verurteilter Jugendlichen sank von 3563 im Jahr 2009 auf 1824 im Jahr 2019. Wegen Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit wurden 2009 laut Ministerium 1048 Jugendliche verurteilt – zehn Jahre später waren es noch 373.

Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche, dies sind nach rechtlicher Definition Menschen, die zur Tatzeit 14, aber noch nicht 18 Jahre alt waren. Es kann auch bei Heranwachsenden angewendet werden, die zur Tatzeit 18, aber noch nicht 21 Jahre alt waren. Das setzt jedoch voraus, dass beim Heranwachsenden eine Reifeverzögerung vorliegt oder es sich bei der Straffälligkeit um eine typische Jugendverfehlung handelt. (dpa)

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