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Jürgen Thomas gilt als der Vater des Airbus A380.

Porträt

Jürgen Thomas ist der "Vater des A380"

Er gilt als "Vater des A380": der gebürtige Leipziger Jürgen Thomas. Thomas (68) studierte in München Maschinenbau und Aerodynamik. Er begann seine Karriere im Flugzeugbau 1962 bei der Ernst Heinkel GmbH.

Hamburg/Toulouse (dpa). Er gilt als "Vater des A380": der gebürtige Leipziger Jürgen Thomas. Thomas (68) studierte in München Maschinenbau und Aerodynamik. Er begann seine Karriere im Flugzeugbau 1962 bei der Ernst Heinkel GmbH.

Drei Jahre später landete er bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) in Bremen. In Bremen war er an der Entwicklung so gut wie aller zivilen und militärischen Projekte von VFW beteiligt.

Als Chefingenieur des Airbus A310-Programms und später als Manager des kompletten A300/A310-Programms nahm er von 1976 bis 1988 eine Schlüsselstellung bei Airbus Industrie in Toulouse ein. Nach seinem Wechsel nach Hamburg 1988 wurde Thomas Chefplaner des anfangs viel gefeierten und am Ende doch gescheiterten deutsch-chinesischen Gemeinschaftsprojekts MPC 75 und parallel verantwortlicher Direktor des europäisch-amerikanischen VLCT-Projekts eines gemeinsamen transatlantischen Großraumflugzeugs, das schließlich an der Unvereinbarkeit der Interessen scheiterte.

Thomas' Sternstunde schlug im März 1996, als er die Verantwortung für das milliardenschwere A3XX-Programm übernahm. Thomas, heute Mitglied des Airbus-Exekutiv-Komitees, wurde 2001 als "Manager des Jahres" der Luft- und Raumfahrtindustrie ausgezeichnet.

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