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Bad Homburg

Johnert kämpft mit um Rathausspitze

Armin Johnert ist Kandidat der Bürgerliste Bad Homburg (BLB).

Nun also doch: Armin Johnert geht als Kandidat der Bürgerliste Bad Homburg (BLB) ins Rennen um den Posten des Oberbürgermeisters. Dies entschieden die 20 anwesenden Mitglieder am Donnerstagabend im Kurhaus. Geschlossen votierten sie für ihren Fraktionschef. Der 60-Jährige war der einzige Bewerber.

Es ist das erste Mal, dass die BLB einen OB-Kandidaten benennt. Nach 20 Jahren sei es an der Zeit, einen eigenen Bewerber ins Rennen zu schicken, sagte Parteichefin Beate Fleige. Sie sei überzeugt, dass Johnert der Richtige sei, einen Wechsel im Rathaus herbeizuführen und Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) „Paroli zu bieten“.

Der jetzige OB sei „Meister der unausgegorenen Pläne“, kritisierte Fleige scharf und ergänzte: „Ich bin mir sicher, Armin sorgt dafür, dass die Verwaltung nicht weiter zum Spielball des Oberbürgermeisters wird und den Fraktionen alle Informationen zur Verfügung stellt, die man braucht, um eine vernünftige parlamentarische Arbeit leisten zu können.“

Dass der 60-Jährige kandidiert, war nicht vorauszusehen. Schließlich hatte die BLB noch im Mai mitgeteilt, dass weder Fleige noch Johnert kandidieren würden. Johnert erklärte die Wende mit einer „positiven Veränderung im privaten Bereich“, die es ihm nunmehr ermögliche, sich derart zu engagieren. Zugleich verwies er auf die derzeitige Situation. „Ich bin relativ bekannt und ein Aushängeschild der Partei. Einen Newcomer aufzubauen, wäre in Corona-Zeiten schwierig“, sagte Johnert.

In einer kämpferischen Rede schwor er die Mitglieder auf den Wahlkampf ein und setzte erste Nadelstiche in Richtung Hetjes. „Pleiten, Pech und Pannen“ – so könne man dessen Amtszeit zusammenfassen. „Mit viel Aufwand wurden kostspielige, protzig wirkende Konzepte entwickelt, mit deren Umsetzung der OB nicht wirklich vorankommt.“ Als Beispiele nannte er unter anderem den Kurhaus-Neubau, die „Niederlage, bei dem von ihm gewünschten Ausbau des Golfplatzes auf Kosten von Stadtwald“ und „das überraschende Einknicken in Sachen Schwesternhausgarten“.

„Mit mir wird es eine andere Politik geben, jenseits von Parteigrenzen“, versprach Johnert, der seit 2009 BLB-Fraktionschef ist. Den Wahlkampf stellte er unter das Motto: „Unabhängig, gradlinig, ökologisch.“ Daneben setzt Johnert programmatisch auf weitere Schwerpunkte. Dazu zählt eine Neuausrichtung sowohl in der Kultur- und als auch in der Baupolitik. „Ich mache das Schaffen von erschwinglichem Wohnraum zur Chefsache.“ Eine größere Rolle soll auch der Landschafts-, Umwelt- und Denkmalschutz spielen.

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