Bezieher von Kurzarbeitergeld müssen eine Steuererklärung abgeben. Nachzahlungen könnten fällig werden.
+
Vier von zehn Unternehmen nehmen staatliche Hilfe in Anspruch, vor allem das Kurzarbeitergeld.

Wirtschaft

Jeder vierte Betrieb in Hessen plant Stellenabbau

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
    schließen

Die Krise durch das Corona-Virus trifft die Wirtschaft immer heftiger. Acht Prozent sprechen von einer drohenden Insolvenz. 

Die Corona-Krise stellt sehr viele Unternehmen in Hessen vor existenzielle Probleme. Nach einer Umfrage des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) beklagt jeder vierte Betrieb Liquiditätsengpässe. Acht Prozent sprechen von einer drohenden Insolvenz. Von den befragten Unternehmen im Gastgewerbe und der Reisewirtschaft befürchtet sogar mehr als jedes fünfte das Aus.

Die Krise trifft die Wirtschaft dabei unterschiedlich stark. 42 Prozent der 1100 befragten Betriebe bewerten ihre Finanzlage als gut. Zugleich nehmen vier von zehn Unternehmen staatliche Hilfe in Anspruch, vor allem das Kurzarbeitergeld. Jeder vierte befragte Betrieb stand Mitte November komplett oder in wesentlichen Teilen still. Und jedes vierte Unternehmen plant nach Zahlen der HIHK-Umfrage bereits einen Stellenabbau. Im Gastgewerbe wollen sogar 70 Prozent der Betriebe weniger Menschen beschäftigen.

Die massiven Schwierigkeiten der Unternehmen belasten laut HIHK auch die Zukunftsfähigkeit der hessischen Wirtschaft. Schon jetzt verschiebe oder streiche die Hälfte der Betriebe Investitionen, heißt es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare