Justiz in Friedberg

Bewährungsstrafe für islamistischen Gefährder 

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Spezialeinheiten des hessischen Landeskriminalamts nahmen einen 17-Jährigen am 1. September fest. Nun bekam er Bewährung mit zahlreichen Auflagen.

Wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ist ein junger Mann aus Florstadt zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Friedberg habe den als islamistischen Gefährder eingestuften Jugendlichen bereits Mitte Februar verurteilt, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Montag auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit.

Der Fall hatte im vergangenen Spätsommer für großes Aufsehen gesorgt. Spezialeinheiten des hessischen Landeskriminalamts hatten den 17-Jährigen am 1. September in dessen Elternhaus festgenommen. Im Rahmen einer Durchsuchung hatten die Ermittler geringe Mengen an Chemikalien sichergestellt, die zur Herstellung eines Sprengsatzes geeignet gewesen wären.

Aufmerksam geworden auf den Jugendlichen waren die Beamten nach einem Hinweis des Bundesamts für Verfassungsschutz, dem der Beschuldigte schon länger bekannt war. Er soll sich eine Anleitung zum Bau einer Sprengvorrichtung verschafft und versucht haben, Chemikalien über einen Internet-Versandhandel zu erwerben. Mit der Planung eines Anschlags im Rhein-Main-Gebiet hatte der Jugendliche demnach bereits begonnen.

Das bereits rechtskräftige Urteil des Amtsgerichts ist laut Staatsanwaltschaft mit zahlreichen Auflagen verbunden. Welche das im einzelnen sind, dazu machte das Amtsgericht Friedberg auf Anfrage keine Angaben.

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