Justiz

IS-Mann in Frankfurt vor Gericht

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Die Hauptverhandlung gegen einen mutmaßlichen IS-Terroristen soll am 24. April beginnen. Es werden schwere Vorwürfe gegen den 37-Jährigen erhoben.

Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts hat das Hauptverfahren gegen Taha al J. eröffnet. Dem 37-Jährigen werden Völkermord, Mord, Menschenhandel, Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Der Angeklagte soll von 2013 bis 2019 in Syrien, im Irak und in der Türkei für die Terrormiliz IS gekämpft haben. Zudem soll er im syrischen Rakka das „Büro für schariamäßige Geisteraustreibung“ geleitet und in Chats geworben haben, „für den IS Sprengvorrichtungen jeder Art anzufertigen“.

Taha al J. soll zudem 2015 eine Jesidin und deren fünfjährige Tochter auf einem syrischen Sklavenmarkt gekauft und anschließend schwer misshandelt haben. Als er das geschwächte Kind bei Temperaturen von mehr als 50 Grad Celsius an ein Fenster gefesselt habe, sei das Mädchen an der Tortur gestorben.

Der Angeklagte war im Mai 2019 in Griechenland festgenommen worden und wurde im Oktober nach Deutschland ausgeliefert.

Die Hauptverhandlung soll am 24. April beginnen. Der Prozess gegen die ebenfalls angeklagte Ehefrau des Angeklagten, Jennifer W., wird derzeit vor dem OLG München geführt.  

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