Investitionen für den Airbus

Fraport und Rücker vorbereitet

Frankfurt a.M. · 27. April · dpa/rtr · Sowohl Fraport als auch Rücker erhoffen sich vom Einsatz des neuen Großflugzeugs A380 wirtschaftliche Impulse.

Der Frankfurter Flughafen sei gut gerüstet; wenn die Streckenerprobung des Airbus Ende des Jahres beginne, sei Frankfurt als einer der ersten Landepunkte vorgesehen, sagte der Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport, Klaus Busch, am Mittwoch. Die Nordbahn sei nach Ansicht der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation in jeder Hinsicht für den A380 geeignet. Die 4000 Meter lange Nordbahn habe mit 60 Metern auch eine ausreichende Breite.

Dennoch rechnet Fraport mit Umbaukosten von deutlich mehr als 100 Millionen Euro. Bis 2007, wenn Lufthansa in Frankfurt mit dem A380 abheben will, seien beide Terminals umgerüstet. Busch sagte, es werde keine Probleme geben, wenn der A380 nach der Landung über das Vorfeld zum Flughafengebäude rolle. Mitte des Jahres werde die erste Parkposition am Terminal zwei fertig sein. Zurzeit werde noch der dritte Flugsteig montiert, über die die Passagiere die Maschine verlassen. Um die 555 Fluggäste, die der Airbus fassen kann, schnell aussteigen zu lassen, sind für jede Parkposition drei Flugsteige nötig. Zwei von ihnen werden am Unterdeck und einer am Oberdeck des durchgehend doppelstöckigen Flugzeugs angedockt. Für die Wartung des Airbus ist in Frankfurt der Bau einer A380-Werft geplant. Gegen dieses Vorhaben laufen derzeit Klagen.

200 zusätzliche Ingenieure

Mit dem neuen Flugzeug sollen 200 zusätzliche Ingenieurstellen beim Wiesbadener Technologie-Dienstleister Rücker geschaffen werden. Zur Bewältigung von Airbus-Aufträgen würden rund 100 Stellen am Standort Rostock und je etwa 50 an den Niederlassungen in Toulouse und Amsterdam eingerichtet, teilte die Rücker am Mittwoch in Wiesbaden mit. Rücker ist Entwicklungsdienstleister für die Auto- und die Luftfahrtindustrie mit 43 Standorten weltweit und bisher rund 2000 Mitarbeitern.

Extra: Rollout des A 380

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