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Die Region werde auch in den nächsten Jahren wirtschaftlich weiter wachsen, erwartet IHK-Präsident Mathias Müller.
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Die Region werde auch in den nächsten Jahren wirtschaftlich weiter wachsen, erwartet IHK-Präsident Mathias Müller.

"Initiative Wissensregion"

International und wirtschaftsstark

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Woher kommen die Menschen im Rhein-Main-Gebiet, und in welchem Zustand sind die Unternehmen? Der aktuelle Wissensatlas liefert umfangreiche Daten zur Region.

Wie viele internationale Schulen gibt es in der Rhein-Main-Region? Woher kommen die Menschen, die hier arbeiten und leben, wie gut sind sie ausgebildet? Wie innovativ sind die ansässigen Unternehmen, was leisten die Hochschulen? Auf all diese Fragen soll der Wissensatlas Antworten geben, den die Initiative Wissensregion am Dienstag vorgestellt hat. Eine der Hauptzielgruppen der umfangreichen Datensammlung sind international tätige Unternehmen, die sich womöglich in der Region ansiedeln wollen. 

Zudem gibt der gut 100 Druckseiten starke Atlas Politikern und Wirtschaftsvertretern gute Argumente an die Hand, wenn es darum geht, Unternehmen und Fachkräfte für Frankfurt und Rhein-Main zu gewinnen. Aber auch wer einfach nur wissen möchte, wo in der Region die meisten Elektroautos fahren (im Hochtaunuskreis) und die meisten Akademiker arbeiten, findet in dem Konvolut die gesuchten Daten.

„Wissen ist unser wichtigster Standortfaktor“, sagte Ludger Stüve (SPD), Direktor des Regionalverbands. Der Atlas zeige, dass Rhein-Main über sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte verfüge und die internationalste Region in Deutschland sei. So besäßen mehr als 15 Prozent der hier lebenden Menschen einen ausländischen Pass. 

Der Verband hat gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Frankfurt und der Wirtschaftsinitiative vor zehn Jahren die Initiative Wissensregion ins Leben gerufen. Im Jahr 2012 hatte die Initiative schon einmal einen solchen Atlas veröffentlicht. Der Vergleich zeige, so Stüve, dass sich seitdem die Wirtschaftskraft – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – um fast 16 Prozent erhöht habe. Nur München habe im gleichen Zeitraum noch mehr zugelegt. 

Die Region werde auch in den nächsten Jahren wirtschaftlich weiter wachsen, erwartet IHK-Präsident Mathias Müller. Er machte zugleich deutlich, dass es zunehmend schwieriger werde, den Bedarf an Fachkräften zu decken. Aktuell seien in Hessen 56 000 Stellen zu besetzen, etwa ein Viertel davon im akademischen Bereich. Im Jahr 2030 steige die Zahl sogar auf 230 000.  „Die Mehrzahl der Unternehmen, die Mitarbeiter suchen, tun dies aber vor allem im Bereich der dualen Berufsausbildung“, so Müller. Gerade dort fehlten Fachkräfte. Müller setzt unter anderem auf den Ausbau dualer Studiengänge. Aber auch Zuwanderung aus dem In- und dem Ausland sei nötig, um die Wirtschaftskraft zu erhalten. 

Um weiterhin attraktiv zu bleiben, müsse im Ballungsraum die Infrastruktur im öffentlichen Nahverkehr sowie von Straße und Schiene ausgebaut werden, forderte Stüve. Auch müssten mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden. Zudem müsse die Politik bereit sein, in Schulen und Hochschulen zu investieren, sind sich die Vertreter der Initiative Wissensregion einig.  Rhein-Main befinde sich aufgrund seiner Wirtschaftskraft und Internationalität in einer guten Ausgangsposition, um sich im globalen Wettbewerb zu behaupten, sagte Wilhelm Bender, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsinitiative. Wichtig sei dabei auch die „gewachsene Toleranz“.  

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