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Integrationspreis für Kulturprojekte

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Von: Gregor Haschnik

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Jury um Minister Klose zeichnet Initiativen aus, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Das „Theaterprojekt Zusammenspiel“ des Internationalen Bundes Südwest ist beim Hessischen Integrationspreis 2022 mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden. Es lebe von einem „guten Austausch zwischen Ankommenden und Aufnahmegesellschaft“ und decke viele Bereiche ab, so dass die Mitmachenden sich mit ihren individuellen Vorlieben und Talenten gut einbringen könnten, befand die Jury unter Vorsitz von Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne). Der erste Preis bei der Auszeichnung, die am Dienstag im Biebricher Schloss verliehen wurde, ist mit 6000 Euro dotiert.

Den zweiten Rang (5000 Euro) belegte das Projekt „Ausflug in fremde Welten“ der Kulturzentrum Schlachthof gGmbH, die kulturelle Aktivitäten für verschiedene Zielgruppen, beispielsweise Sinti und Roma, aufgreife und Institutionen zu einer Weiterentwicklung ihrer Angebote anrege.

Den dritten Platz (4500 Euro) erreichten die Initiative „Friedensmusik“ des Vereins künstLich in Lich – die ukrainischen Geflüchteten gleich nach ihrer Ankunft eine kulturelle Heimat geboten habe – sowie das Frankfurter „Bridges-Kammerorchester“. Letzteres überzeuge mit einer „großen Bandbreite“ für Musiker:innen mit und ohne Flucht- beziehungsweise Migrationsgeschichte.

Nach Angaben des Ministeriums gingen dieses Mal 46 Bewerbungen ein, das Thema lautete „Kulturelle Vielfalt als Bereicherung“. Mit dem Preis, der zum 19. Mal vergeben wurde, zeichnet das Land etwa Vereine, Verbände, Initiativen und Persönlichkeiten aus, die sich, so Klose, auf herausragende Weise für Integration einsetzten und „mit ihren Ideen und ihrem Engagement zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen“.

Zu den weiteren Jurymitgliedern zählen die Publizistin und FR-Kolumnistin Hadija Haruna-Oelker und FAZ-Herausgeber Carsten Knop.

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