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Industrie-Orte in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet besichtigen

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Von: Anja Laud

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Von Gutenberg bis zum Digitaldruck: Das Druck- und Verlagshaus Zarbock in Frankfurt kann am 8. September besichtigt werden.
Von Gutenberg bis zum Digitaldruck: Das Druck- und Verlagshaus Zarbock in Frankfurt kann am 8. September besichtigt werden. © Zarbock

Das Programm fürdie „Tage der Industriekultur“ in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet liegt vor. Wer Orte, die sonst nicht zugänglich sind besichtigen will, muss schnell sein.

Wie haben sich unsere Arbeitswelt und unser Alltag durch die Digitalisierung und Globalisierung verändert? Wie können Produktion und Konsum künftig nachhaltiger werden? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich vom 3. bis 11. September die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“. Das zentrale Thema des Veranstaltungsreigens lautet „Zukunft(s)formen“.

Die „Tage der Industriekultur“, die in diesem Jahr zum 20. Mal abgehalten werden, bieten ein vielfältiges Programm. Sie laden zu Besichtigungen von Hafen- und Industrieanlagen, Technologieparks sowie Energiezentralen ein. Auch Vorträge und sogar ein großes Fest, am 11. September in der „Fabrik“ im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen, gehören dazu. Wer mag, kann etwa das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation in Darmstadt besuchen, im Druck- und Verlagshaus Zarbock, einer der ältesten Druckereien Frankfurts, eine Zeitreise von Gutenberg und seiner revolutionären Erfindung bis zum heutigen Digitaldruck machen oder auch eine Führung durch den Hanauer oder Frankfurter Hafen unternehmen.

„Dieses Jahr sind 128 Programmpunkte in 37 Kommunen in Rhein-Main zusammengekommen. Sie bieten über 200 Gelegenheiten, die Vielfalt der Industriekultur vor Ort zu entdecken“, sagt Charlotte Kleine, die bei der Kultur-Region Rhein-Main zuständige Projektleiterin. Die „Tage der Industriekultur“ sind ein Veranstaltungsformat der gemeinnützigen Gesellschaft, in der sich 53 Städte, Landkreise und der Regionalverband Rhein-Main zusammengeschlossen haben, um kulturelle Angebote der Region zu vernetzen, zu gestalten und in der Region zu präsentieren. Seit dem ersten Mal, am 24. August 2003, hat sich die Veranstaltungsreihe sowohl zeitlich und räumlich als auch thematisch erweitert. Zu Beginn gab es nur einen Tag, seit 2014 sind es immer neun Veranstaltungstage. „Gleich geblieben ist das lebendige Interesse an dem, was unsere Region an produzierendem Gewerbe prägt und was es an Zeugnissen der Industrie-Epoche zu bewahren gilt“, sagt Geschäftsführerin Sabine von Bebenburg. Bis zu 25 000 Menschen haben in den Jahren von 2016 bis 2019 die Veranstaltungsreihe besucht.

Explizit mit dem diesjährigen Thema „Zukunft(s)formen“ befassen sich etwa eine Werksbesichtigung bei dem Groß-Umstädter Familienunternehmen „PENTAC Polymer“, das mit einem hohen Rezyklat-Anteil Kunststoffgranulate für die Automobilindustrie produziert. Auch ein Online-Fachgespräch, das sich mit der Weiterentwicklung des Kunststoff-Kreislaufs beschäftigt, gehört zum Programm.

Wer Industrie-Orte besuchen möchte, die sonst nicht zugänglich sind, sollte sich, so empfiehlt Charlotte Kleine, möglichst schnell anmelden. Die Teilnehmerzahl ist vielerorts begrenzt.

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