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Jannik Jung hat an der Carl-Schurz-Schule in Frankfurt seine erste Prüfung geschrieben.
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Jannik Jung hat an der Carl-Schurz-Schule in Frankfurt seine erste Prüfung geschrieben.

Abitur

So lief der erste Abitag in Hessen

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Freiwillig testen lassen wollen sich nur wenige Prüflinge in Hessen. Im Kultusministerium zeigt man sich dennoch zufrieden.

Es war auf jeden Fall ziemlich anstrengend, besonders mit der Maske“, sagt Luca Lindle nach seiner ersten Abiturprüfung erleichtert. Mit ihm schrieben 23 weitere Abiturient:innen an der Carl-Schurz-Schule in Sachsenhausen ihre erste Prüfung. Landesweit startete das Abitur am Mittwoch mit den Grund- und Leistungskursen im Fach Chemie.

Luca Lindle ist mit dem ersten Tag sehr zufrieden, auch wenn es mit der Maske nervig gewesen sei. „Aber wir haben ja extra mehr Zeit bekommen, dass wir auch mal ans Fenster gehen und atmen können. Das war auf jeden Fall ziemlich gut“, sagt der 18-Jährige. Die Prüfung dauerte vier Stunden und ist im Leistungskurs durch die Maskenpausen um 30 Minuten verlängert worden. Sechs kurze Pausen hat Luca Lindle am Fenster eingelegt.

Die Abiturient:innen haben die Möglichkeit, eine Stunde vor der Prüfung einen Corona-Test in der Schule zu machen. Ist der Test negativ, darf die Maske abgelegt werden. Diese Möglichkeit hätten vielleicht zwei oder drei der 24 Abiturient:innen an der Carl-Schurz-Schule wahrgenommen, meint Alina Popov. Für sie und die meisten anderen sei das Risiko, einen falsch positiven Corona-Test zu machen und vom Abitur ausgeschlossen zu werden, zu hoch gewesen. Sie kritisiert, dass es nicht erlaubt sei, einen Tag vorher einen Test zu machen. „Es hat mich schon irritiert. Ich hatte einen Termin und wollte den auch machen, um notfalls einen PCR-Test hinten dranhängen zu können. Aber heute morgen würde das ja gar nicht gehen.“

Jannik Jung war dieses Risiko auch zu hoch. Mit der Umsetzung der Prüfung unter Corona-Bedingungen an der Carl-Schurz-Schule ist er jedoch sehr zufrieden. Die 24 Abiturient:innen schrieben in der Aula und hatten fünf Meter Abstand zu einander. Dort gibt es neue Luftfilteranlagen. Die Fenster blieben die ganze Zeit geöffnet, was am Anfang etwas kalt war, meint er. Vor der Prüfung war er noch sehr nervös, „aber ich glaube, sobald man die Klausuren vor sich liegen hat, ist man halt fokussiert“. Auch wenn Corona während der Prüfung kein Thema ist, so fällt sein Fazit eindeutig aus. „Es macht keinen Spaß, bei Corona Abitur zu schreiben und zu lernen, weil man halt keinen Ausgleich hat.“

Tests und Masken

Die schriftlichen Abiturklausuren haben am Mittwoch begonnen und enden am Mittwoch, 5. Mai. Rund 23 500 Prüflinge an 269 Schulen nehmen am Landesabitur teil.

Selbsttests auf Corona werden jedem Prüfling angeboten, sind aber freiwillig. Sie müssen tagesaktuell sein, also am Morgen vor der Prüfung gemacht werden. Testmöglichkeiten gibt es an den Schulen selbst oder in den Bürgertest-Centern. Sie sind kostenlos.

Die Teilnahme an den Abiturprüfungen ist nur mit negativem Test möglich.

Masken tragen müssen nur jene Prüflinge, die keinen Test gemacht haben.

Ansonsten gelten die üblichen Regeln zum Infektionsschutz. (pgh)

Im Hessischen Kultusministerium ist man mit dem ersten Tag der Abiturprüfungen zufrieden. „Wir haben nichts Negatives gehört“, sagte Ministeriumssprecher Philipp Bender auf Anfrage. Es habe nach Kenntnis des Ministeriums keine Zwischenfälle gegeben, auch der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben sei offenbar angemessen gewesen.

Wegen Corona hatten die Schulen vier statt drei Aufgaben zur Wahl erhalten, die Prüflinge hatten 25 Minuten (im Grundkurs) und 30 Minuten (im Leistungskurs) mehr Zeit zur Bearbeitung und für Pausen. Dies sollte Nachteile bei der Vorbereitung ausgleichen.

„Es gab keine erhöhte Anzahl von Schülern oder Schülerinnen, die nicht zur Prüfung angetreten sind“, teilte Bender mit. Lediglich 33 hätten am Mittwoch nicht mitgeschrieben, sie werden nun den Nachschreibtermin wahrnehmen. Dies waren in etwa so viele wie im vergangenen Jahr.

Ebenfalls wegen Corona haben die diesjährigen Abiturient:innen einen „Freischuss“. Sie können den ersten Prüfungstermin schadlos auch ohne Attest verstreichen lassen. Sollten sie im Nachschreibtermin durchfallen, gibt es einen weiteren Versuch, der individuell terminiert wird.

Wie viele Prüflinge den Corona-Selbsttest gemacht haben, war Bender nicht bekannt. Mit einem negativen Test konnten sie sich von der Maskenpflicht befreien. Das hatte im Vorfeld für erhebliche Proteste vor allem in der Lehrerschaft, aber auch bei Schüler:innen geführt. Ohnehin, so Bender, hätten die meisten die Masken trotz negativen Tests aufbehalten.

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