+
Ein E-Scooter.

Verbraucherschutz

Illegale E-Scooter im Handel aufgetaucht

  • schließen

Verbraucherschützer warnen vor Rollern ohne Zulassung. Käufer würden in die Irre geführt.

Wer sich einen E-Scooter kauft, sollte auf eine offizielle Erlaubnis für den Straßenverkehr achten: „Lassen Sie sich keine Ladenhüter andrehen“, warnt Peter Lassek, Rechtsanwalt bei der Verbraucherzentrale Hessen. „Nur mit Rollern, die über die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) verfügen, kommen Sie im Straßenverkehr entspannt und legal ans Ziel.“ Offenbar seien die Lager noch voll von illegalen Altmodellen, die Händler mit Hilfe hoher Rabatte loszuwerden hofften. Nachdem Bürger die Verbraucherschützer darauf hingewiesen hatten, haben diese das per Stichproben festgestellt.

E-Scooter: "Ideal zum Shoppen und Pendeln"

So habe ein nicht namentlich genannter „namhafter Elektronikhändler“ ein Altmodell als „ideal zum Shoppen und Pendeln“ angepriesen. Mangels Betriebserlaubnis dürfe ein solches Gefährt nur auf Privatgelände fahren, wo die Straßenverkehrsordnung nicht gelte, sagt Lassek. „Wenn Verbraucher das gar nicht oder nur im Kleingedruckten erkennen, sehen wir das klar als Irreführung.“ Die wenigsten hätten auf ihrem privaten Anwesen einen Supermarkt. Hersteller müssten sich um die allgemeine Betriebserlaubnis selbst kümmern. Das Bearbeiten der Anträge sei zeitintensiv. Nutzer sollten sich unbedingt im Vorfeld erkundigen.

Lesen Sie auch: So versichern Sie den E-Scooter richtig

Seit dem 15. Juni dürfen E-Scooter auf deutschen Straßen und Radwegen rollen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern, ohne Führerschein, aber mit Haftpflichtversicherung und einer Plakette hinten am Roller. Bei Mietfahrzeugen kümmert sich der Anbieter darum. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.

www.verbraucherzentrale-hessen.de

Auch interessant: 

Für Pendler kann sich ein eigener E-Tretroller lohnen

Seit der Zulassung vor einem Monat nutzen viele Pendler den E-Tretroller, um kurze Distanzen zu überwinden. In Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln ersetzt er daher oft das Auto. Doch für wen rechnet sich die Anschaffung?

Sharing-Anbieter demokratisieren die Nutzung der E-Scooter

Sharing-Anbieter tragen zur rasanten Verbreitung von E-Scootern bei. Das ist gut so.Denn Teilen ist effizienter als Besitzen. Die Analyse.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare