GKN in Offenbach

Sinkende Umsätze

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Der Gelenkwellenhersteller GKN Driveline plant in Offenbach den Abbau von mindestens 145 Stellen. Die Belegschaft sei bedrückt und empört, sagt der Betriebsratsvorstizende.

Der Autozulieferer GKN Driveline will an seinen Standorten an der Mühlheimer Straße und im Gewerbegebiet Waldhof in Offenbach mindestens 145 Stellen abbauen. Dies teilte die Geschäftsleitung den Beschäftigten in einer Betriebsversammlung mit. Die Kollegen seien bedrückt und empört, sagte Betriebsratsvorsitzender Markus Philippi der FR. Betroffen von dem Stellenabbau seien vor allem Mitarbeiter mit Zeitverträgen sowie Leiharbeitnehmer in der Produktion.

Fürs erste Quartal 2019 habe die Geschäftsleitung Verhandlungen über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich angekündigt, sagte Philippi, der auch zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Offenbach ist. Zunächst würden den Beschäftigten, die freiwillig gingen, Abfindungen angeboten. Das Unternehmen hat laut Betriebsrat aktuell in Offenbach noch 1800 Mitarbeiter. Das sind nach seinen Angaben 200 weniger als noch im Oktober 2017.

Der Gelenkwellenhersteller GKN Driveline ist ein weltweit führender Anbieter von Antriebstechnologien für Fahrzeuge. In Deutschland hat er neben dem Hauptsitz in Offenbach Standorte in Zwickau und Kiel. GKN Driveline-Geschäftsführer Christof Zimmermann war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut Betriebsrat wurde der Stellenabbau mit sinkenden Umsätzen begründet. Die Auslastung für das erste Quartal 2019 sei zwar sehr gut, aber Aufträge würden verstärkt nach hinten verschoben. Philippi forderte Alternativen zum Jobabbau. GKN müsse künftig auch in Antriebstechnologien für Elektro- und Wasserstoffautos investieren.

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