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Der Künstler Roger Stein am Klavier.

Kultur

Humorvoll und ernst

  • vonKathrin Becker
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Der Liedermacher Roger Stein freut sich über die Rückkehr auf die Bühne. Am Donnerstag spielt er in der „Fabrik“ in Frankfurt.

Auf die Frage, welche Bedeutung Humor in dieser Zeit für ihn habe, antwortet der Liedermacher und Pianist Roger Stein: „Es ist die einzige Möglichkeit der Tragik entgegenzutreten“.

Wie dieser Humor dann daherkomme, ob böse-schwarzhumorig oder leichtfüßig-elegant, das sei nicht ganz so entscheidend. In seiner Musik, die der gebürtige Schweizer selbst als „liedermacherig und komödiantisch“ beschreibt, wird es oft humorvoll. Manchmal jedoch müsse es auch ernster zugehen: „Mit wem ich nicht ernst sein kann, mit dem möchte ich auch nicht lachen“, sagt er. Deshalb findet auch die Ernsthaftigkeit Platz in seiner Musik und in seinem aktuellen Programm.

Konzert

Roger Stein tritt am Donnerstag, den 10. September im Gewölbekeller des Kulturwerks „Die Fabrik“ in Frankfurt auf. Die Adresse lautet Mittlerer Hasenpfad 5.

Der Eintritt kostet 18 Euro, Einlass ist ab 19 Uhr. Die Anzahl der Plätze ist coronabedingt auf 40 begrenzt. prkb

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.die-fabrik-frankfurt.de.

Ukulele mit fünf Jahren

Zur Musik kam Roger Stein schon in frühen Jahren. Mit fünf Jahren begann er Ukulele zu spielen, später entdeckte er seine Leidenschaft für Klaviermusik. „Ich liebe das Klavier, weil es mir so viele Möglichkeiten gibt“, sagt der Musiker. Auch die Zeit während dem Musikstudium in Wien habe ihn sehr geprägt. 2013 erschien sein erstes Solo-Album auf dem Label „Sturm und Klang�� von Konstantin Wecker.

„Man sitzt am Klavier und wartet, dass ein Lied vorbeifliegt“, so beschreibt Stein seinen kreativen Prozess. Aus einer Idee würden dann plötzlich viele. So war es auch bei seinem zweiten Album „Alles vor dem Aber“, das 2018 erschien. Mittlerweile wurde daraus ein Programm, mit welchem er nun nach dieser für ihn „beruflich sehr bedrückenden“ Zeit wieder auf der Bühne steht. So auch am kommenden Donnerstag in „Der Fabrik“ im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Wie es sich anfühle, wieder auftreten zu können? „Sehr beruhigend, sehr erfüllend. Ich bin dankbar, dass ich wieder darf.“ Das Programm trägt denselben Titel wie das Album und handelt thematisch unter anderem von eben diesem „Aber…“, das viele daran hindere, ihr Leben wie gewünscht zu gestalten. „Wir glauben immer an die großen Worte, dabei sind eigentlich alle relevanten Dinge im Leben klein und unscheinbar.“ In der Sprache seien das die Konjunktionen. Dies zu erkennen, könne helfen, die Weichen anders zu stellen.

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