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Die HR-Bigband mit Chefdirigent Jim McNeely (Mitte) und Tony Lakatos (mit Hut).
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Die HR-Bigband mit Chefdirigent Jim McNeely (Mitte) und Tony Lakatos (mit Hut).

Kultur

HR-Bigband: Viel Jazz und ein wenig Pop

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Die HR-Bigband startet in der Saison 2021/22 neue Formate – und verabschiedet Tony Lakatos.

Die Monate zwischen Herbst 2020 und Frühling 2021 waren für die meisten Musikerinnen und Musiker eine Zeit ohne Livekonzerte. Auch für die Mitglieder der HR-Bigband und ihren Chefdirigenten. „Wir sind leidenschaftliche Musiker“, betont Jim McNeely. „Auch wenn wir ohne Live-Publikum auftreten, spielen wir mit größtmöglicher Hingabe.“ Doch nichts gehe über den „Nervenkitzel“, vor Hunderten oder manchmal auch Tausenden Menschen zu spielen. „Ich möchte wieder auf der Bühne stehen, mit unseren Fans und Freunden.“

Und genau das wird bald wieder möglich sein. Die ersten Konzerte der HR-Bigband in der Saison 2021/22 stehen fest. Auch Orchestermanager Olaf Stötzler freut sich mit der HR-Bigband darauf, „unser Publikum wiedersehen zu können und endlich wieder Musik auf die Bühnen und in die Konzertsäle zu bringen“. Die neue Spielzeit beginnt mit drei Sommerkonzerten, von denen das erste nicht in Hessen erklingt, sondern auf dem Leipziger Bachfest am 6. August unter dem Titel „Bach goes Big Band“.

Eine gute Woche später, am Samstag, 14. August, tritt die Band mit „Satchmo Goes Big Apple“ in einem Doppelkonzert beim Rheingau Musik Festival in der Ingelheimer Kultur- und Kongresshalle auf und haucht der Musik von Louis „Satchmo“ Armstrong – mit Axel Schlosser als Solisten in der Rolle des legendären Trompeters – neues Leben ein. Das Konzert um 17 Uhr ist bereits ausverkauft, für 20 Uhr gibt es noch Karten.

Saison 2021/22

Die HR-Bigband wird wegen der Corona-Pandemie keine Konzertbroschüre für die ganze Saison 2021/22 veröffentlichen. Die Konzerte werden in einem Turnus von drei Monaten unter anderem auf der Homepage bekanntgegeben – so wie es auch das HR-Sinfonieorchester praktiziert.

Die Abonnements werden auch in der kommenden Saison ruhen, dennoch erhalten Abonnent:innen einen Rabattvorteil von 25 Prozent auf zahlreiche Konzerte der Spielzeit.

Tickets und weitere Informationen gibt es online auf der Seite www.hr-ticketcenter.de oder unter den Telefonnummern 069 / 155 200 0, -411 1, oder -665 5. myk

www.hr-bigband.de

Jim McNeely, der die Zeit des Lockdowns in den USA nutzte, um zu komponieren und digital zu unterrichten, reist im Spätsommer wieder nach Deutschland, denn am 10. und 11. September gibt es im HR-Sendesaal vier Konzerte unter seiner Leitung – und ein Wiedersehen mit der Sängerin Lizz Wright, die, wie schon 2016, für eine Hommage an George Gershwin nach Frankfurt kommt. Am 27. Oktober eröffnet Jazzmeia Horn, „die Zukunft des Jazz“, wie der 2015 gestorbene Jazzproduzent Larry Rosen die US-amerikanische Sängerin mal nannte, mit ihrem Quartett und der HR-Bigband unter Leitung von Jim McNeely das 52. Deutsche Jazzfestival in Frankfurt.

Doch auch ein Abschied steht in der kommenden Saison an. Tony Lakatos, der seit 1993 mit seinem Sound am Tenorsaxofon die HR-Bigband geprägt hat, verlässt 2021 das Orchester. „Goodbye Tony!“ heißt es an zwei Konzertabenden am 14. und 15. Oktober im HR-Sendesaal. Mit dabei sind sein Quintett und die HR-Bigband mit Jim McNeely. Tony Lakatos sei nicht nur ein „Weltklassemusiker“ und „kraftvoller Tenorsaxofonist“, den „wirklich jeder“ kenne, sondern auch „ein sympathischer Mensch mit einem großartigen Sinn für Humor“, sagt der Chefdirigent über den gebürtigen Ungarn. Wenn er mit Gastsolisten das erste Gespräch über ein HR-Projekt führe, fragten die meisten: „Ist Tony Lakatos noch da?“ Demnächst muss McNeely diese Fragen verneinen: „Wir werden ihn alle vermissen.“

Mit „Spotlight Jazz“ und dem „Pop-Abo“ beginnt die HR-Bigband in der nächsten Saison zwei neue Konzertformate. Die Reihe „Spotlight Jazz“ stellt unterhaltsam berühmte Komponisten, Werke, Stilepochen und deren Geschichten vor. In der ersten Ausgabe am 22. September kann das Publikum die Bigband, ihre Musiker sowie einige Tricks und Kniffe näher kennenlernen. Moderiert und geleitet wird der Abend unter dem Motto „Bigband hautnah“ von Trompeter, Komponist und Dirigent Lars Seniuk. Die Reihe „Pop-Abo“ schlägt Brücken zwischen den Genres und lädt dazu berühmte Gäste aus der Popwelt ein. Zum Auftakt am 30. September gestaltet der einst von Stefan Raab entdeckte Singer-Songwriter Gregor Meyle den Abend unter Leitung von Guido Jöris.

Die HR-Bigband werde mit noch mehr Engagement ihre Aktivitäten im Bildungsbereich weiterentwickeln und stärker digital begleiten, kündigt Orchestermanager Olaf Stötzler an, beispielsweise mit einer Video-Reihe, die die Entstehung des Jazz als Kunstform der Moderne einem jüngeren Publikum näherbringe. Oder mit Online-Musikstunden für Schulklassen in Hessen. „Wie so vieles, das während der Pandemie in der Not geboren wurde, können wir auch dieses digitale Vermittlungsformat zukünftig fortsetzen.“

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