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Der Hopper, ein bus on demand, soll nach seiner erfolgreichen Einführung im Ostkreis Offenbach von Mitte 2022 an auch in Langen fahren. Foto: pineda-fotografie
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Der Hopper, ein bus on demand, soll nach seiner erfolgreichen Einführung im Ostkreis Offenbach von Mitte 2022 an auch in Langen fahren.

Langen

„Hopper“ fährt von 2022 an in Langen

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Stadtverordnetenmehrheit hat für die Einführung des Rufbusses Hopper votiert. Dafür fahren von 2022 an zehn Prozent weniger Stadtbusse und keine Anruf-Sammel-Taxis mehr.

Im kommenden Sommer soll in Langen erstmals der „Hopper“ unterwegs sein. Die Mehrheit der Stadtverordneten hat in der jüngsten Sitzung dafür gestimmt, den kleinen Rufbus in der Stadt einzuführen. Nur die Freien Wähler (FWG-NEV) votierten dagegen. Sie sehen im Hopper, der ohne starren Fahrplan und feste Fahrtstrecke unterwegs ist, „eine sympathische Idee, wenn man im Geld schwimmt, aber nicht für die Grundversorgung.“

Vertraglich geregelt fährt in Langen bis 2027 der Stadtbus. Mit Einführung des Hopper im zweiten Halbjahr 2022 sollen in den Randzeiten weniger Stadtbusse unterwegs sein, was zehn Prozent an Einsparungen mit sich bringt. Außerdem werden die Stadtwerke die Anruf-Sammel-Taxis (AST) einstellen.

Die Mini-Elektrobusse sollen in Langen stufenweise laufen: 2022 sind erstmals zwei unterwegs, 2023 dann vier, ab dem Jahr 2025 dann voraussichtlich acht. Da der Hopper bis 2024 von Bund und Land gefördert wird, übernimmt die Stadt Langen im kommenden Jahr knapp 115 000 Euro und im Jahr 2023 knapp 230 000 Euro für dessen Einsatz.

Ab dem Jahr 2024 wird es teuer, denn dann trägt die Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) Offenbach die Kosten, die ihr Defizit über die Kreisumlage auf die Kommunen abwälzt. Diese finanzieren den Hopper somit aus ihrer höheren Kreisumlage. Für Langen heißt das: 755 000 Euro Kosten in 2024, 977 000 Euro in 2025 und 990 000 Euro in 2026. Wohlgemerkt zusätzlich zu den Kosten, die der Stadtbus aufwirft.

Trotzdem sei es sinnvoll, den Hopper in Langen einzuführen, meinten die Parlamentarier. Die Stadt muss sich nämlich auch dann über die Kreisumlage am Defizit der KVG beteiligen, wenn sie die Rufbusse nicht einsetzt. „Der Hopper kann den ÖPNV beweglicher gestalten“, sagte Rainer Bicknase (SPD). Außerdem würden große Busse häufig leer fahren. Claudia Trippel (FWG-NEV) rechnete dagegen vor, dass 30 geförderte und 37 nicht geförderte Hopper-Fahrzeuge im Kreis Offenbach bis 2024 ein Defizit von 27,4 Millionen Euro einfahren werden. „Mit den Fördergeldern von Bund und Land sind es immer noch 21,2 Millionen Euro“, sagte sie. Der Stadtbus habe in Langen 2019 rund 1,4 Millionen Fahrgäste befördert und 600 000 Euro Defizit verursacht. Das bedeutete pro Fahrgast einen Zuschuss von 2,33 Euro. Wenn man beim Hopper den gleichen Zuschussbetrag zugrunde lege, müssten ihn jährlich mehr als 500 000 Fahrgäste ordern.

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