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Die Honigernte ist unterdurchschnittlich.

Bienenvölker

Honigernte in Hessen bricht ein

Es ist Halbzeit bei der Honig-Ernte 2019. Petrus hat es bisher nicht gut gemeint mit den hessischen Imkern. Wirkt sich das auch auf die Honigpreise aus?

Die hessischen Imker haben in diesem Frühjahr einen Ernteeinbruch verkraften müssen. Im Schnitt brachte jedes abgeerntete Bienenvolk in der Frühtracht nur 15,5 Kilo Honig ein und damit etwa ein Viertel weniger als vor einem Jahr (21,8 Kilo). Das ergab eine Umfrage des Mayener Fachzentrums Bienen und Imkerei in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Imkerbund. 859 Imker aus Hessen hatten teilgenommen.

Bemerkenswert war zudem, dass in Erwartung mickriger Ergebnisse jeder Dritte (36 Prozent) auf die Ernte verzichtet und den Honig im Bienenstock gelassen hatte. Vor einem Jahr war das noch anders, da hatten fast alle geerntet.

Fachzentrumschef Christoph Otten begründete die Einbußen mit dem Wetter. "Es war kalt und regnerisch, weswegen viele Pflanzen sich nicht so gut entwickelt haben und weniger Nektar hatten." Zudem seien die Bienen weniger umhergeflogen als bei schönem Wetter.

Ob die Imker wegen knapper Bestände ihre Preise auf Wochenmärkten und anderswo anheben, ist noch unklar - Branchenexperte Otten geht nicht davon aus. Für das Gesamtjahr ist er durchaus optimistisch - nach der Frühtracht läuft derzeit noch die Sommertracht-Ernte, hier sieht es deutlich besser aus. "Vielerorts war es sonnig und warm, die Bienen waren sehr aktiv." Daher sei davon auszugehen, dass die Gesamternte in diesem Jahr gar nicht so schlecht ausfallen werde. (dpa)

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