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Immer für eine Provokation gut: Hans-Jürgen Irmer.

Hans-Jürgen Irmer

Der Zündler darf weitermachen

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Mit der Nominierung ihres Rechtsaußen Hans-Jürgen Irmer widerspricht die CDU ihren eigenen Ansprüchen. Der FR-Kommentar.

Beim CDU-Parteitag in Rotenburg hat Volker Bouffier beteuert, eine „Kultur des Miteinanders“ liege seiner Partei am Herzen. Ausgrenzung sei nicht hinnehmbar, Respekt geboten. Goldene Worte, die allerdings nicht jeder in der Hessen-CDU in die Tat umsetzt. Das geht auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit.

Gegen Linke und andere „Gutmenschen“

Bouffier hätte zum Beispiel seine Solidarität mit Demonstranten bekunden können, die zur gleichen Zeit in Wiesbaden für die Akzeptanz verschiedener Lebensformen und sexueller Orientierungen auf die Straße gingen. Doch die CDU hielt sich in dieser Frage auffällig zurück.

Die Demonstration richtete sich gegen Menschen, die Homosexualität nicht für normal halten. So, wie es CDU-Rechtsaußen Hans-Jürgen Irmer früher einmal geäußert hat, bevor er zurückruderte.

Kurz vor dem Parteitag schlug er in seinem „Wetzlar-Kurier“ wieder zu und stellte Muslime unter Generalverdacht. Es sei der „islamische Traum, Europa durch die Geburtenrate zu erobern“, zitierte Irmer andere Autoren zustimmend. Muslime verstünden Christen und Juden als „untergeordnete Gläubige“.

Sein Feindbild nennt er unverhohlen: Grüne, Linke, Sozialdemokraten, Liberale und andere „Gutmenschen“. Hessens CDU nominierte Hans-Jürgen Irmer auf einem aussichtsreichen Platz für den Bundestag. Wie war das mit dem Respekt?

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