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Holzbrücke an der B 40 weiter unbenutzbar

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In mehreren Etappen wurden an der Brücke, die am Biomasse-Kraftwerk über die B 40 führt, einige Schäden behoben. kröner
In mehreren Etappen wurden an der Brücke, die am Biomasse-Kraftwerk über die B 40 führt, einige Schäden behoben. kröner © Kröner, Sascha

Komplette Reparatur des Bauwerks ist derzeit nicht möglich

flÖrsheim - Dieser Unfall hatte langwierige Folgen: Als im Juni 2019 ein schwerer Lastwagen gegen die Holzbrücke am Biomasse-Kraftwerk an der Bundesstraße (B 40) krachte und sie schwer beschädigte, konnte niemand ahnen, wie lange die Brücke nicht mehr von Wanderern und Zweiradfahrern genutzt werden kann. Eigentlich ist es ein Schildbürgerstreich, dass die beschädigte Fuß- und Radwege-Brücke nach über drei Jahren noch immer nicht komplett repariert werden konnte. Zwar ist seit circa einem Jahr endlich die Brücke für die Teilbereiche, in denen die Versorgungsleitungen verlaufen, wiederhergestellt worden. Doch für Fußgänger und Radler, die auf dem Regionalparkweg unterwegs sind und eine sichere Überquerung der B 40 bevorzugen, ist die Brücke immer noch ein unüberwindbares Hindernis. Sie ist dafür noch nicht wieder hergerichtet, geschweige denn freigegeben worden.

Wurden noch vor zwei Jahren Planungs-, Versicherungs- oder Ausschreibungsgründe für die noch nicht erfolgte Reparatur angegeben, so werden jetzt von der Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft mbH die anscheinend bei fast allen Bauprojekten existierenden Liefer-, Planungs- und Ausführungsprobleme angeführt, die eine Wiederherstellung bislang unmöglich machen. Doch egal, wie es war und derzeit ist, es gibt die Aussicht auf Besserung. So heißt es nun in einer Mitteilung der RMD: „Ganz einfach ist es zurzeit nicht, an der Deponie in Wicker vorbeizukommen. Aber möglich!“ RMD-Geschäftsführerin Beate Ibiß erläutert: „Es gibt zwei Erschwernisse für Radfahrer und Fußgänger: die weiterhin gesperrte Brücke über die B 40 sowie eine Baustelle an der Westflanke der Deponie.“

Seit der eingangs erwähnte Lastwagen im Juni 2019 an der Fußgängerbrücke über die B 40 hängen geblieben war, sei das Bauwerk für die einst vorgesehene Nutzung gesperrt. Beate Ibiß: „Das ist nicht nur unschön, sondern auch für uns ein Ärgernis. Bürgerinnen und Bürger haben völlig recht nachzufragen.“

Der RMD tue diese Situation auch sehr leid. „Bis heute“ könne die Rhein-Main-Deponie-Gesellschaft keinen konkreten Termin für die vollständige Wiederherstellung nennen. „Wir bekommen einfach nicht die nötigen Kapazitäten bei Baugewerbe und Ingenieurbüros - da geht es uns wie allen, die Bauarbeiten oder Reparaturen beauftragen möchten“, erklärte Beate Ibiß.

Deutlich bessere Nachrichten gebe es bei der zweiten Baustelle am Deponie-Areal: Bis Ende Oktober solle der Regionalparkweg wieder entlang des neuen Deponiezaunes hergerichtet werden und nutzbar sein. Aufgrund genehmigter Bauarbeiten an der Westflanke der Deponie - dabei geht es um Oberflächenabdichtungsarbeiten sowie die Herstellung einer neuen Deponiezufahrt - sei der Regionalparkweg derzeit auf einem Streckenabschnitt von circa 150 Metern nicht begehbar beziehungsweise befahrbar. Beide Engpässe ließen sich über andere Feldwege umgehen. „Eigentlich sind die Sperrungen auch korrekt markiert, leider werden die Schilder immer wieder gestohlen“, so Beate Ibiß. meh

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