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Hoher Besuch aus Thailand

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Visite des Botschafters

Bad homburg - Das gibt es weltweit - außer in Thailand selbst - nur in Bad Homburg: zwei Thai-Salas in einer Stadt. Die beiden der Ruhe und Einkehr dienenden, golden leuchtenden und reich verzierten Pavillons im Kurpark sind weithin sichtbar und ein Zeichen der mehr als 100-jährigen engen Beziehungen zwischen Thailand und Bad Homburg.

Anlässlich des sechsten Todestages des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej (1927 bis 2016) am heutigen Donnerstag stattet neben hochrangigen Vertretern des thailändischen Generalkonsulats in Frankfurt auch der thailändische Botschafter, Nadhavathna Krishnamra, der Sala einen Besuch ab. Bei der Zeremonie legen Oberbürgermeister Alexander Hetjes (CDU) und Kurdirektor Holger Reuter am Donnerstag um 10 Uhr Kränze an der Thai Sala 1 (Paul-Ehrlich-Anlage) im Kurpark nieder.

Das enge Verhältnis zu dem südostasiatischen Land begann, als der kranke siamesische König Chulalongkorn 1907 in der Kurstadt Genesung fand. Aus Dankbarkeit schenkte er der Stadt einen Tempel, der in Bangkok gefertigt und in Einzelteile zerlegt auf die Seereise geschickt wurde. Ende 1910 traf das Bauwerk in Homburg ein, allerdings waren einige Teile verlorengegangen und zwei Drittel der glasierten Dachziegel zerbrochen. Der Aufbau verzögerte sich, und erst am 22. Mai 1914 konnte das damals als „Siamesischer Tempel“ bezeichnete Bauwerk in Anwesenheit des Prinzen Mahidol von Siam eingeweiht werden. König Chulalongkorn war bereits 1910 gestorben.

100 Jahre nach seinem Kuraufenthalt setzte das thailändische Königshaus 2007 ein weiteres sichtbares Zeichen der Verbundenheit: König Bhumibol und Königin Sirikit schenkten Bad Homburg die zweite Thai-Sala. Nun erhebt sich neben der 1907 entdeckten und von Chulalongkorn selbst eingeweihten Heilquelle die zweite „Thai-Sala an der Quelle“. judo

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