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Johanna und Markus Wien mit ihren Kindern Carolina und Felix haben ihren künftigen Natursitz-Picknickplatz für die Feier zur Verfügung gestellt.
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Johanna und Markus Wien mit ihren Kindern Carolina und Felix haben ihren künftigen Natursitz-Picknickplatz für die Feier zur Verfügung gestellt.

Fairtrade im Taunus

Hochtaunuskreis feiert Zertifizierung als „Fair-Trade-Landkreis“

  • VonKatja Schuricht
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Fair und regional konsumieren – Hochtaunuskreis will Engagement ausbauen.

Die Milchtankstelle am Eingang zum Hof der Familie Wien, der „Dairy-Farm“ in Burgholzhausen, ist mehr als nur eine originelle Verkaufsstelle. Sie ist zu einem Treffpunkt geworden. „Es ist auch für uns total interessant zu erleben, wie die Menschen, Ideen und Rezepte austauschen, was sie aus der Milch alles machen“, erzählt Johanna Wien, die gemeinsam mit ihrem Mann Markus die Farm betreibt. „Da lernen wir ganz viel dazu.“ „Unsere indischen Kunden verarbeiten die Milch zu Paneer, einer Art Frischkäse, unsere türkischen Kunden verwenden die Milch für ihr Joghurtgetränk Ayran. Die Deutschen wiederum machen daraus Dickmilch oder Joghurt.“

Die Wiens haben ihren Hof, auf dem 70 Milchkühe leben, für die Zertifizierungsfeier des Hochtaunuskreises als Fairtrade-Landkreis bereitgestellt. „Man kann die Verbraucher nicht oft genug für das Thema Direktvermarkter sensibilisieren und ihnen aufzeigen, wie groß Angebot Vielfalt in unserer Region sind“, erklärt Johanna Wien. Sie ist zudem Mitglied der Steuerungsgruppe, die Annette Goy von der Leitstelle „Integration und ländlicher Raum“ des Hochtaunuskreises, 2018 initiiert hat.

„Dass wir jetzt Fairtrade-Landkreis sind, ist eine tolle Sache“, freut sich Wien, die bald auf der Wiese, auf der jetzt gefeiert wurde, Fairtrade-Kaffee und Kuchen auf ihrem neu gestalteten Picknickplatz anbieten wird. „Denn Fairtrade einzukaufen heißt nicht nur, Kaffee aus einer Fairtrade-Rösterei zu kaufen. Fairtrade ist auch, wenn ich regional einkaufen gehe.“

Das sagt auch Katrin Hechler (SPD) bei der Feier. „Wir unterstützen nicht nur die Vermarktung von Fairtrade-Produkten, sondern auch den regionalen Handel, also auch die Direktvermarktung“, führt die Sozialdezernentin und Kreisbeigeordnete aus. Die Träger des Labels „Fairtrade-Landkreis“ haben es sich zum Ziel gemacht, die Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zu vernetzen und sich gemeinsam auf lokaler Ebene für den fairen Handel stark zu machen. Das Motto lautet: Zurück zum bewussten Konsumieren.

Fairtrade-Landkreis ist der Hochtaunuskreis seit Ende 2020, jetzt ist die Übergabe des Zertifikats durch den Trägerverein Transfair – Verein zur Förderung des fairen Handels in der Einen Welt“ mit einem Fest erfolgt. Für die Auszeichnung waren mehrere Kriterien zu erfüllen, unter anderem der Nachweis, dass eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomiebetrieben fair gehandelte Produkte anbieten. Außerdem sollten sich Vereine, Gemeinden und Schulen beteiligen.

„Wir alle im Kreis tragen unseren Teil dazu bei, das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines gerechten Welthandels zu stärken“, erklärt Hechler. „Der Beitritt zu der Initiative ,Rhein.Main.Fair‘ war daher für uns selbstverständlich.“ Im Kreis tragen bereits Bad Homburg und Oberursel das Label „Fairtrade-Town“. Das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, die Feldbergschule und die Integrierte Gesamtschule Stierstadt dürfen sich Fairtrade-School nennen.

„Mit der Zertifizierung ist die Arbeit nicht abgeschlossen“, merkt Hechler an. „Wir müssen uns für ein Umdenken unter den Verbrauchern einsetzen.“ Eine der Aufgaben sei es, den Menschen auf die Unterschiede von regionalen und fair gehandelten Produkten zu konventionellen Produkten hinzuweisen.

Mehr Info zu Fairtrade im Web: www.hochtaunuskreis.de

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