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Zwei Männer wollen Kämmerer werden

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Das Stadtparlament wählt am Mittwoch einen neuen hauptamtlichen Stadtrat. Um den Posten streiten sich Thorsten Schorr und Michael Schiedermeier.

Die Entscheidung, welchen Job der neue Stadtrat im Rathaus zu erledigen hat, obliegt laut § 70 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) dem Bürgermeister. Es gilt aber als ausgemacht, dass der Nachfolger von Josef Gab (CDU) sich speziell um den Geschäftsbereich Finanzen zu kümmern haben wird. Dazu passen die Kandidaten - sowohl der Koalitionskandidat Thorsten Schorr (CDU) als auch der Mann der SPD, Michael Schiedermeier, kommen aus dem Bankgeschäft.

Wenn am Mittwochabend unter dem Tagesordnungspunkt 1 die Wahl eines hauptamtlichen Stadtrates aufgerufen wird, gehen voraussichtlich nur diese beiden Männer an den Start, mit einem überraschenden weiteren Vorschlag ist bei der derzeitigen Konstellation nicht zu rechnen. Die Wahl ist nötig, weil der bisherige Kämmerer Josef Gab nach bereits verlängerter Amtszeit zum 30. September endgültig ausscheidet. Er feiert im September seinen 67. Geburtstag und erreicht damit die absolute Altersgrenze für einen Stadtrat.

Zu Gabs Arbeitsfeld gehören bis dahin auch der Geschäftsbereich Einwohnerservice sowie die Organisationseinheit Brandschutz und Zivilschutz. Vom Bewerber auf seine Nachfolge werden laut Stellenausschreibung "umfangreiche Erfahrungen in leitenden Positionen" erwartet.

Der Ausgang der geheimen Wahl scheint klar, denn neben der stärksten Fraktion im Stadtparlament, die ihren Mann durchbringen will, haben sich auch FDP und OBG für Thorsten Schorr ausgesprochen. Der 40-jährige Banker arbeitet seit vielen Jahren für die Frankfurter Volksbank, der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Uhlig nennt ihn einen "exzellenten Finanzfachmann".

Für Schorr ist es der zweite Anlauf auf einen Posten im hauptamtlichen Magistrat. Bei der Bürgermeisterwahl 2003 unterlag er als CDU-Kandidat dem amtierenden Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD). Schorr hat einen gewissen Heimvorteil, als Ortsvorsteher und Vereinsringvorsitzender von Weißkirchen hat er guten Kontakt zur Basis. Seit November ist er außerdem Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Oberursel.

Für Michael Schiedermeier als "Spitzenkraft aus dem Finanzsektor" wirbt die SPD. Der 42-jährige Bundesbankdirektor lebt seit zwei Jahren im Ortsteil Oberstedten, über kommunalpolitische Erfahrung verfügt er nicht. Schiedermeier ist zurzeit stellvertretender Leiter der Aus- und Weiterbildung der Bundesbank in Frankfurt. (jüs)

Die öffentliche Sitzung des Stadtparlaments beginnt am Mittwoch, 2. Juni, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Die Wahl des Stadtrates ist der erste Tagesordnungspunkt.

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