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Thorsten Schäfer-Gümbel begeisterte die Taunus-SPD.
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Thorsten Schäfer-Gümbel begeisterte die Taunus-SPD.

SPD-Neujahrsempfang

Zusammenhalt auf der Saalburg

  • Olaf Velte
    VonOlaf Velte
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Gastredner Thorsten Schäfer-Gümbel wird beim SPD-Neujahrsempfang umjubelt. Die Genossen sehen ihn als zukünftigen hessischen Ministerpräsidenten.

Hier hat der künftige hessische Ministerpräsident gesprochen!“ Petra Fuhrmann, Mitglied des Landtages, ist ebenso begeistert wie viele andere Sozialdemokraten des Hochtaunuskreises. Vor über 350 Gästen des alljährlich stattfindenden Neujahrsempfangs hat Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel eine Dreiviertelstunde lang über neue Herausforderungen und alte Gewissheiten gesprochen.

Während sich die umliegenden Waldungen im leichten Frost und unter dünner Schneedecke präsentieren, füllt sich der historische Festsaal des Landgasthofes Saalburg im Minutentakt. Kurz nach halb Elf in der sonntäglichen Frühe ist kaum noch ein Sitzplatz zu bekommen. Einzelne Stühle werden durch die vollbesetzten Reihen balanciert, Kellner bahnen sich mit ihren Tabletts voller Kaffeetassen, Saftgläsern und Salzbrezeln ihren Weg. Stimmengewirr über allem. Eine willkommene Gelegenheit, alte Weggefährten und aufstrebende Nachwuchskräfte zu begrüßen.

Neben den vielen Ausschuss- und Fraktionsmitgliedern hat sich auch die heimische Bürgermeisterriege eingefunden: Hans-Georg Brum, Axel Bangert, Karl-Heinz Krug, Klaus Temmen oder Gregor Sommer. Ombudsmann Waldemar Schütze wird bejubelt, Landrat Ulrich Krebs kommt mit Verspätung.

Kreisvorsitzender Stephan Wetzel begrüßt die versammelten Genossinnen und Genossen, liefert einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr. Durch die allerorten aufkommenden Bündnisse sei die politische Landschaft bunter geworden – „aber die Verhältnisse sind nicht mehr so klar wie früher“. Bevor er verspricht, dass die Hochtaunus-SPD in 2012 starke Politik machen wird, erinnert er an das sozialdemokratische Gründungsmotto „Einigkeit macht stark“.

Landeschef Schäfer-Gümbel nimmt den Faden auf und bringt alte Tugenden ins Spiel: „Die SPD ist auch weiterhin die Partei der Arbeitnehmer und sozial Benachteiligten.“ Vor drei Jahren habe er das erste und bisher einzige Mal im Hochtaunuskreis gesprochen – „seitdem haben wir eine Zeitenwende erlebt“. Damals sei noch lebhaft über seine Brille debattiert worden, heute gestalte man wieder mit. „Wir sind nach den Querelen nicht auseinander gebrochen.“ Ausdrücklich lobt Schäfer-Gümbel seine Mitstreiterin Petra Fuhrmann als „Garant für den Neubeginn“.

Bildungsgerechtigkeit – für ihn Thema Nummer Eins – werde sich auf der kommunalen Ebene entscheiden. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Finanzausstattung der Gemeinden und Städte gekürzt werde. Für Kinder und Jugendliche müsse es weiterhin funktionierende Sporteinrichtungen und ausreichende Bildungsangebote geben. Der Schule könne nicht alles aufgebürdet werden – „sie ist nicht der Reparaturbetrieb unserer Gesellschaft“.

Immer wieder von Applaus unterbrochen, widmet sich der Mann aus Lich auch den Themen Politikverdrossenheit, Energiewende und Mindestlohn. Er erinnert daran, wie wichtig das Ehrenamt für die kommunale Politik ist. „Verändern statt jammern.“ Schäfer-Gümbel fordert Zusammenhalt: „Der herrschende gesellschaftliche Egoismus ist eine schlimme Fehlentwicklung.“ Die ersten Rotweingläser machen derweil die Runde.

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