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Zeichen für den Frieden

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Von: Fabian Böker

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Gegen Waffenexporte und den Krieg: Der Verein „Kunstgriff“ pflanzt in der Adenauerallee neue Krokusse für das in die Jahre gekommene florale Peace-Zeichen.

In Oberursel soll bald wieder ein Zeichen für den Frieden und gegen Krieg zu sehen sein. Der Verein „Kunstgriff“ hat dazu eine Aktion organisiert, um ein vor langer Zeit begonnenes Projekt wieder voranzubringen.

Vor etwa 20 Jahren pflanzte die „Friedensbewegung Oberursel“ hinter dem Kriegerdenkmal in der Adenauerallee ein Peace-Zeichen aus Krokussen. Doch der Zahn der Zeit nagte daran, mittlerweile war das Logo nicht mehr zu erkennen.

Doch nun, anlässlich der aktuellen Meldungen, dass Deutschland als weltweit viertgrößter Waffenexporteur weiterhin wirtschaftlich von Kriegen und Tod profitiert, organisierte der Verein einen floralen Protest.

Mehrere Dutzend Friedensanhänger, darunter auch einige junge Familien mit Kleinkindern, haben mit Schippchen in der Hand an dieser Geste gegen Waffenexporte und Nationalismus im Schatten des Weihnachtsmarktes teilgenommen. Sie vergruben über 200 Krokuszwiebeln.

Die sollen in Zukunft erblühen und das Logo für den Frieden wieder sichtbar machen. Im März, so Kunstgriff-Vorsitzender Dirk Müller-Kästner, könnte es so weit sein. Sein Mitstreiter Robert Kommraus erinnert daran, dass nach 1945 in Deutschland keine Waffen mehr gebaut werden dürften, nachdem soviel Unheil damit angerichtet worden war. Er betonte, dass jede exportierte Waffe eine zu viel sei.

Sein Wunsch für die Zukunft: Oberursel soll dem Bündnis atomwaffenfreier Städte beitreten. Die Bürger der Stadt sollten diesbezüglich auf Parteienvertreter einwirken. bö

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