Hochtaunus

Zahl der Übernachtungen steigt deutlich an

Plus von 4,5 Prozent bedeutet für den Kreis einen Spitzenplatz in Hessen.

Wer hier wohnt, kennt die Vorzüge der Region – aber auch bei Auswärtigen erfreut sich der Taunus wieder wachsender Beliebtheit, wie die jüngst veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen: Nach einem Rückgang um 2,5 Prozent von 2017 auf 2018 legte der Hochtaunuskreis im vorigen Jahr bei den Übernachtungszahlen um 4,5 Prozent zu. 488 000 Gäste bedeuteten für den Hochtaunuskreis 1,4 Millionen Übernachtungen. Im Schnitt waren also jeden Tag 3835 Gäste in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Kurkliniken und anderen Unterkünften.

Der Zuwachs bringt dem Kreis einen Spitzenplatz in Hessen, das Treppchen verfehlt er nur knapp. Im Landesschnitt stieg die Zahl der Übernachtungen um 2,5 Prozent, vorne liegen Stadt und Kreis Kassel (plus 9,1, beziehungsweise plus 7,8 Prozent) und Frankfurt (plus 6,3 Prozent).

Es zeigt sich, dass der Hochtaunuskreis weiterhin ein Ziel ist, zu dem man gerne reist, an dem man aber weiterhin nicht lange bleibt. Auf 2,9 Tage (2018: 2,8 Tage) belief sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den rund 120 erfassten Herbergen. Die Auslastung lag bei durchschnittlich 44,3 Prozent, deutlich über dem Landesschnitt von 38,9 Prozent.

Das gute Ergebnis im Hochtaunuskreis – es ist das beste in den vergangenen zehn Jahren – ist allerdings uneinheitlich: Für die Zunahme an Übernachtungen (ein Plus von rund 61 500 gegenüber 2018) sind in erster Linie Bad Homburg (plus 41 500) und Schmitten (plus 14 379) verantwortlich. Weitere Gewinner im Kreis sind Glashütten, Friedrichsdorf und Usingen. In Königstein blieb die Zahl der Übernachtungen in etwa konstant.

Rückläufig war das Geschäft in Kronberg, Weilrod, Steinbach, Oberursel und Neu-Anspach, wo der Einbruch dramatisch anmutet: Um 19,6 Prozent sanken die Übernachtungszahlen, allerdings auf ohnehin niedrigem Niveau, auf 12 527 Übernachtungen. Ein Grund dürften die Turbulenzen im Hessenpark gewesen sein; das dortige Landhotel war während der Hauptsaison vorübergehend geschlossen. Die Zahlen für Grävenwiesbach und Wehrheim werden von der Statistik nicht erfasst, da es dort so wenige Beherbergungsbetriebe gibt, dass die Zahlen Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen ermöglichen würden.

In der sogenannten Destination Taunus, also in dem Gebiet, für das der Taunus-Touristik-Service (TTS) wirbt, sticht der Hochtaunuskreis positiv heraus. Für das gesamte Areal, zu dem auch der Main-Taunus-Kreis und Teile des Rheingau-Taunus-Kreises gehören, verzeichneten die Statistiker 1 130 413 Gäste, was einem Rückgang von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Zahl der Übernachtungen lag 2019 allerdings bei 3,55 Millionen, das ist ein vergleichsweise geringfügiger Rückgang um 0,7 Prozent. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Gesamtdestination stieg auf 3,2 Tage.

Laut TTS kamen die meisten Besucher 2019 im Mai in den Taunus. Das sei insofern bemerkenswert, als normalerweise August und September die klassischen Spitzenmonate für Reisen in die Region sind, sagt Geschäftsführerin Daniela Krebs. Im Spätsommer lagen die touristischen Kennzahlen 2019 unter dem Niveau des Vorjahres. „Das kann daran liegen, dass es einfach zu warm war.“ Insgesamt spiegelten die Zahlen „die hohe Attraktivität des Taunus und seines touristischen Angebotes wider. Wir sind mit unserem Mix aus ländlicher Idylle und kleinstädtischem Charme hervorragend aufgestellt für die Zukunft.“

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