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Woolworth will zurück

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Von: Miriam Keilbach

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Der neue Betreiber der Warenhauskette bedauert die Schließung der alten Filiale und sucht deshalb Ladenflächen in Bad Homburg. Auch die Aktionsgemeinschaft begrüßt diese Entscheidung.

Drei Jahre nach dem Wegzug aus Bad Homburg will Woolworth zurück. „Manche Läden hätten wir nie geschlossen“, sagt eine Sprecherin, „wir trauern Bad Homburg hinterher.“ Die Warenhauskette Woolworth war insolvent, im Dezember 2009 schloss sie ihre Bad Homburger Filiale, weil die Miete für die 3300 Quadratmeter große Fläche am oberen Ende der Louisenstraße zu teuer wurde.

Der neue Betreiber von Woolworth, der die Marke übernommen hat, möchte nun expandieren, 500 Warenhäuser peilt er an. Bad Homburg steht auf dem Wunschzettel: Die Stadt hat über 30000 Einwohner und hatte bereits einen Woolworth – zwei wichtige Kriterien. „Es ist unser Wunsch, hier eine Filiale zu eröffnen. Mit Bad Homburg verbindet uns eine gemeinsame Vergangenheit“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Schindel, „die Menschen kennen uns hier.“

So groß wie das alte Kaufhaus soll der neue Woolworth nicht werden. Infrage kommen zwei Modelle: 1000 bis 2000 Quadratmeter große Verkaufsflächen für ein Kaufhaus oder 500 bis 1000 Quadratmeter für ein Warenhaus der W-Linie, einer Art abgespecktem Woolworth.

Der Laden sollte sich in einer gut frequentierten Lage befinden, heißt es in einer Pressemitteilung. Demnach könnte eine große Filiale in einer Toplage entstehen, in einem Einkaufs- oder Fachmarktzentrum, ein W-Haus in Fachmarkt- und Stadtteillagen oder Bahnhöfen. Schindel fordert Parkmöglichkeiten und gute Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr. „Wir freuen uns über jeden Hinweis auf einen Standort.“

"Woolworth bereichert das Komplettangebot"

Die Aktionsgemeinschaft ließ sich nicht lange bitten. Gegenüber der FR sagte deren Vorstand Jörg Hölzer, es stünden auf der Louisenstraße zwei Immobilien bereit: das ehemalige Gebäude der Commerzbank für eine kleine Filiale und ab Herbst die derzeitige Hugendubel-Fläche in der oberen Louisenstraße für eine größere Filiale. Hugendubel zieht in das ehemalige Schlecker-Gebäude.

„Es war schade, dass Woolworth aus Bad Homburg weg ist, deshalb begrüßen wir den Schritt. Das ist klasse“, sagte Hölzer. „Im Hinblick auf das Komplettangebot in Bad Homburg ist Woolworth eine Bereicherung.“ Kundschaft ließe sich schon finden: „Es leben nicht nur Millionäre in Bad Homburg, und als Kreisstadt haben wir genügend Potenzial im Umland.“

Ähnlich sieht das Woolworth. „Wir haben auch Marken, hauptsächlich Waren im unteren und mittleren Preissegment“, so die Sprecherin. „Bei Druckerpapier reicht auch das günstige, egal wie viel ich verdiene. Das ist kein emotionales oder Imageprodukt.“

Wann Woolworth kommt, ist noch unklar, es wird sich aber noch um Monate handeln. Zuerst muss eine Fläche zur langfristigen Nutzung gefunden werden.

„Wenn wir eine Fläche übernehmen, dauert es rund vier Wochen, bis wir den Laden eingerichtet haben“, so die Sprecherin.

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