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Peters Pneu Kreuzung
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Peters Pneu Kreuzung

PPR-Kreuzung

CDU und SPD wollen Tunnel bauen

Auch wenn es 105 Millionen Euro kostet - die Mehrheit im Bad Homburger Stadtparlament will die Tunnelpläne für die PPR-Kreuzung weiterverfolgen.

Von Martina Propson-Hauck

Trotz der gigantischen Kosten von 105 Millionen Euro haben die Stadtverordneten mit den Stimmen von CDU und SPD am Donnerstagabend beschlossen, für die PPR-Kreuzung die lange Tunnelvariante mit Trogbauwerken weiterzuverfolgen. Auch die NHU ist für den Tunnelbau, enthielt sich aber bei der Abstimmung, weil sie den Anteil, den Bad Homburg zu zahlen hat, gern auf 27 Millionen Euro begrenzen wollte. Dafür fand sich keine Mehrheit. Die Kreuzung ist das Nadelöhr im täglichen Berufsverkehr auf der Verbindung zwischen dem Usinger Land und dem Anschluss Oberursel der A661 Richtung Frankfurt.

„Ich verfolge das Projekt nicht aus innerer Überzeugung, sondern weil ich den Auftrag der Stadtverordneten habe“, sagte Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne) im Parlament. Er nehme diesen Auftrag ernst und werde jetzt mit Kreis, Land, Bund und den Kommunen des Usinger Landes verhandeln, welchen Anteil der Kosten diese übernehmen. Bad Homburg könne höchstens einen Anteil von 35 Millionen Euro schultern.

Kreis soll sich beteiligen

Selbst der werde bei dem gegenwärtigen Haushaltsdefizit von 18 Millionen Euro sehr schwer aufzubringen sein. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir das nicht finanzieren können“, schränkte Korwisi ein. Er werde trotzdem jetzt mit Landrat Ulrich Krebs (CDU) über die weitere Verhandlungsstrategie beraten, allerdings nur, wenn dieser auch bereit sei, 23 Prozent der Kosten zu übernehmen.

Der Hochtaunuskreis hat ein großes Interesse daran, das Projekt voranzutreiben, weil an dieser Kreuzung zum größten Teil Pendler aus dem Usinger Land täglich im Stau stehen. „Ich bezweifele, dass wir das Geld zusammenbringen“, resümierte der OB.

Um die 6000 Anwohner in den Wohnvierteln entlang der Saalburgchaussee vor Lärm zu schützten, hatten sich Bad Homburgs Stadtverordnete dafür ausgesprochen, die 630 Meter lange Untertunnelung der PPR-Kreuzung nur zu unterstützen, wenn sie nach beiden Seiten um Trogbauwerke verlängert wird, die den Bau 1,9 Kilometer lang und entsprechend teuer machen. Auch die ebenerdige Überquerung der Straße wäre dann an zwei Stellen möglich.

Die FDP lehnt das Projekt ab und bezeichnet es ironisch als „reif für das Guiness-Buch der Rekorde“: Es wäre der einzige Tunnel weltweit, der ein Tal unterquert und vor dem Berg endet.

Grüne und BLB plädieren dafür, angesichts der Kosten das Projekt sofort einzustellen und intensiver nach Alternativen zu suchen. Einige davon, wie etwa der Weg durch das Köpperner Tal, sind schon seit vielen Jahren in der Diskussion. Andere, wie etwa der Ausbau der Kreuzung auf einem Teil des Lilly- oder PPR-Geländes, seien mit Blick auf den Tunnel nie ernsthaft weiterverfolgt worden. Wenn die Taunusbahn für 30 Millionen Euro ausgebaut würde, so rechnete Bardo Röhrig (Grüne) vor, und diese nach Frankfurt durchfahre, würden auch mehr Pendler diese nutzen.

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