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Wohnen am Europa-Kreisel

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Modell des neuen Quartiers
Modell des neuen Quartiers © Eberhard Horn Prime Estates

Projektentwickler Enerhard Horn aus Königstein plant ein neues Quartier auf dem Stadtwerke-Areal - inklusive Supermarkt und fast 200 Parkplätzen.

Von Anton J. Seib

Dreißig Wohnungen, einige sogenannte Townhouses (Stadthäuser), ein Supermarkt, Gewerbeflächen, 190 Parkplätze – auf dem Gelände der Stadtwerke am Europakreisel entsteht demnächst ein neues Quartier. Bauherr ist die Königsteiner Projektentwicklung Eberhard Horn Prime Estate, die unter anderem die Stadtgalerie Königstein oder die Villa Linsenhoff in Kronberg gebaut hat. Das Unternehmen investiert in das Bad Homburger Projekt rund 20 Millionen Euro. Baubeginn soll im Sommer 2011 sein.

Dieser Tage hat Horn zusammen mit den Stadtwerken den Kaufvertrag für das 6400 Quadratmeter große Grundstück an der Frankfurter Landstraße unterzeichnet. Der Projektentwickler will dort auf 3500 Quadratmetern etwa 30 Mietwohnungen bauen. „Das wird kein Luxusquartier“, sagt Horn, wohl aber ein „architektonisch aufwendiges Ensemble“. Verlangt würden „ortsübliche und bezahlbare Mieten zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter“. Die durchaus anspruchsvollen Wohnungen würden eine Größe zwischen 80 und 180 Quadratmeter haben.

Eigentumswohnungen bietet Horn nicht an. „Der Trend der vergangenen Jahre geht hin zu Mietwohnungen in Innenstadtnähe, möglichst mit Aufzug und barrierefrei“, sagt Horn. Die größte Gruppe der Wohnungssuchenden seien derzeit Singles und Menschen über fünfzig.

Die sogenannten Townhouses werden im hinteren Bereich des Areals zur Friesenstraße hin errichtet. Diese „modernen Reihenhäuser“ (Horn) sind abgeschlossene Einheiten, die sich über drei Etagen erstrecken.

1500 Quadratmeter sind reserviert für einen Supermarkt. „Wir suchen einen Vollsortimenter. Derzeit führen wir Gespräche mit mehreren Handelsketten, darunter Edeka, Rewe und die HIT-Handelsgruppe. Letztere ist Favorit des Investors. Horn: „Entschieden ist noch nichts. Wir werden uns bei der Entscheidung mit der Stadt abstimmen.“

Auf 800 Quadratmetern Fläche können sich Gewerbetreibende ansiedeln. Horn denkt an Arztpraxen und ähnliches. Die 190 Parkplätze sollen zum Teil oberirdisch, und zum Teil in einer Tiefgarage, die über die Friesenstraße erschlossen wird, entstehen.

Noch hat der Investor keinen Bauantrag gestellt. „Wir sind an der Arbeit, wir werden ihn voraussichtlich Mitte Februar einreichen“, sagt Horn, der mit einem Baubeginn im Sommer 2011 rechnet. Die Anlage könnte dann Ende 2012 fertiggestellt sein.

Konflikte mit dem Nachbarn, der Stadtwerke-Zentrale im westlichen Teil des Geländes, sieht der Königsteiner Investor nicht. Die Sicht auf das wenig ansprechende Gebäude werde durch einen Grüngürtel begrenzt. Das gilt auch für neue Lagerräume und eine Werkstatt, die die Stadtwerke dort bauen wollen.

Auch der Container am Rand der Frankfurter Landstraße stellt kein Hindernis dar. In ihm ist die Grundwasser-Sanierungsanlage installiert, denn der Untergrund des Stadtwerke-Areals barg Altlasten aus jener Zeit, als dort Gas für die Straßenbeleuchtung aufbereitet worden war. Die sind inzwischen beseitigt, deshalb könne der Container weichen, so die Auffassung der Stadt.

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