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Ein Wohlfühlfest

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Von: Andrea Herzig

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Auch dieses Jahr wieder dabei: die Feuerwehr Kirdorf.
Auch dieses Jahr wieder dabei: die Feuerwehr Kirdorf. © Michael Schick

Das Laternenfest kombiniert in diesem Jahr ein neues Konzept mit alten Erfolgsrezepten. Die Krönung der Königin muss wegen dem Einweihungsfest am neuen Kulturbahnhof auf den Nachmittag verschoben werden. Mit Unplugged-Musik soll das Altstadtfest einen ruhigeren Charakter bekommen.

Es riecht sogar noch frisch, das Programmheft zum 78. Bad Homburger Laternenfest. Kirsten Ohlrogge, seit 15 Jahren Chefin des Laternenfestvereins, legt die Hand fest auf den Stapel, da steckt viel Arbeit drin, jedes Jahr aufs Neue.

Apropos neu: Das Heimatfest mit seinen vielen Traditionen wartet dieses Jahr mit ein paar kleinen, feinen Neuerungen auf. Ganz wichtig und die erste Veranstaltung im Festkalender: Die Krönung der Königin Elisabeth II, eine Woche vor dem eigentlichen Fest, das vom 30.8. bis zum 2. 9. dauert.

Amt und Zepter werden diesmal am 24.8. um 15 Uhr auf dem Kurhausvorplatz von der Vorjahreskönigin Katharina I. übergeben, anschließend startet ein großes Kinderprogramm mit Hüpfburg, Karussell, Laternenbasteln und einem professionellen Foto-shooting mit der neuen Königin. Ab 18 Uhr spielt die vielseitige Coverband Blind Foundation aus Frankfurt, die meisten Musiker der Band sind blind.

Die Krönung wird auf den Nachmittag verschoben, weil am gleichen Tag am neuen Kulturbahnhof ein Einweihungsfest stattfindet – ebenfalls mit Kinderprogramm, worüber Ohlrogge und Team nicht glücklich sind.

Die nächste Neuerung betrifft die Rockband, die immer am Untertor gespielt hat. Hier gibt es einen Ortswechsel in die Räumlichkeiten des Jugendtreffs E-Werk in der Wallstraße 24. 17 Bands spielen an vier Tagen jeweils ab 19 Uhr indoor, vor dem E-Werk gibt es einen Biergarten. Der Hintergrund: Die Stadt will den Clinch mit einem Anwohner beenden, der massiv mit Klage drohte.

Ein Konflikt ging auch der dritten Änderung im bisherigen Ablauf des Festes voraus, allerdings ein friedlicher. Stadt, Verein und Altstadtbewohner setzten sich zusammen und erarbeiteten ein neues Konzept für die Altstadt. Die Probleme: zu laut, zu viel, zu lange.

Das Fest in der Altstadt wird nun einen neuen, eher ruhigen Charakter bekommen. Dort sollen sich auch die mal zurückziehen können, denen es auf der Louisenstraße oder beim Rummel auf dem Festplatz zu viel wird.

Die vielen Bauzäune und Planen verschwinden in der Altstadt, die Stadt hängt Lichterketten auf, um das Areal heller zu machen und damit unter anderem die Wildpinkelei zu stoppen. Für die legale Erleichterung werden neun Toilettenwagen und Dixie-Klos aufgestellt. Musik gibt es wie bisher unter dem Brückenbogen und an der Weed, aber in diesem Jahr unplugged. Eine Stunde früher als sonst wird der Ausschank beendet. Für Fans der Band „Erste Sahne“: Sie spielt jeden Tag ab 19 Uhr auf der Schlossgarage.

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