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FWG will Tunnel stoppen

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Die Kreis-FWG fordert das Ende der Tunnel-Pläne an der PPR-Kreuzung und plädiert stattdessen für einen dreispurigen Ausbau. Damit facht sie die Debatte um den Verkehrsknoten erneut an.

Einen dreispurigen Ausbau der Saalburgchaussee haben die Freien Wähler Hochtaunus jetzt erneut ins Gespräch gebracht. Die Option der Mehrheit im Bad Homburger Stadtparlament für den langen Tunnel sei "letztendlich nicht zu finanzieren" heißt es in einer Pressemitteilung der FWG.

Bei einer Umfrage unter Pendlern hätten sich vor acht Jahren 98 Prozent von mehr als 100 Befragten für eine schnelle Lösung des Verkehrsproblems an der PPR-Kreuzung ausgesprochen, mehr als 80 Prozent hätten einen dreispurigen Ausbau der Staustrecke befürwortet. Seitdem sei aber nichts geschehen. "Es sollte nicht der Eindruck entstehen, als sei die Champagnerluft der kreisfreien Stadt Bad Homburg viel wichtiger als eine Lösung der Verkehrssituation über die Saalburgchaussee, denn die davon Betroffenen könnten sonst den Eindruck bekommen, als seien sie Bürger zweiter Klasse", schreibt die FWG.

Die Bürgerliste Bad Homburg hält nun dagegen. Sie lehnt einen dreispurigen Ausbau kategorisch ab. Der versiegele zusätzliche Grünflächen auf dem Stadtgebiet. Das bestehende Verkehrsproblem sei durch "aggressive Siedlungspolitik" der Hintertaunusgemeinden entstanden und solle nun auf Kosten der Lebensqualität der Bad Homburger Bürger gelöst werden. Die FWG-Initiative sei "undiplomatisch" und ein Fall von "Kirchturmpolitik". Einig ist sich die BLB mit der FWG allerdings in der Einschätzung, dass ein langer Tunnel nicht zu finanzieren sei. Andere Bad Homburger Parteien hingegen träumten laut BLB von "Luftschlössern". (prop)

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