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Spannend und hochinteressant: Spiel im Wald.
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Spannend und hochinteressant: Spiel im Wald.

Altana Ferienspiele in Bad Homburg

Wilder Hacker

  • Olaf Velte
    VonOlaf Velte
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Bei Kunst in den Ferien entdecken zwei Dutzend Kinder den Hardtwald. Stadtförster Busch will die Mädchen und Jungs auf das Thema "Natur" einstimmen.

Jeder Tag wird mit einer Bildbetrachtung im Sinclair-Haus beginnen“, sagt Kristine Preuß. Heute jedoch nicht: Zum Auftakt der Osterferien-Workshops hat die Museumspädagogin der Altana- Kulturstiftung alle Teilnehmer im Hardtwald versammelt: zwei Dutzend Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, eine Schauspielerin, drei bildende Künstler, einen Musiker. Und Stadtförster Günter Busch, der die Mädchen und Jungs auf das Thema „Natur“ einstimmen will. Die Kooperation zwischen Forst und Kulturstiftung ist eine Veranstaltung zum „Internationalen Jahr der Wälder“.

„Die Ferienkurse“, so Preuß, „sind die Basis unserer Bildungsarbeit.“ Im Fokus stehen dabei Schulkinder, denen der Umgang mit Kunst und Natur ermöglicht werden soll – Inhalte, die im Schulalltag kaum noch präsent seien. Seit vier Jahren hat die Kulturstiftung ihr Engagement ausgeweitet: In drei Schulen laufen Projekte, ein regelmäßiger Kunsttag im Bad Homburger Waldkindergarten ist fest etabliert.

Essen in der Jugendherberge

Für Inspiration und praktische Umsetzung sind Künstler verantwortlich, die aus dem Frankfurter Raum stammen und Städelschule oder HfG Offenbach absolviert haben. „Wir können da aus einem Pool von 30 freien Mitarbeitern schöpfen.“

In den Workshops können die Kinder frei wählen, ob sie sich mit Malerei, Musik oder Literatur beschäftigen wollen. Vorgegeben ist lediglich die thematische Zielrichtung, der sich auch die Altana-Kunstsammlung verschrieben hat. Es soll stets um Natur und ihre vielfältigen Formen gehen.

150 Euro kostet die Teilnahme am vorösterlichen Kunstschaffen – das Mittagessen in der Homburger Jugendherberge ist inklusive. „Viele der Kinder haben schon mehrmals bei uns teilgenommen“, sagt die Kulturpädagogin. Fünf Plätze seien für Inhaber des Homburg-Passes reserviert.

In diesem Frühling ist das weltweit ausgerufene „Jahr der Wälder“ willkommener Anlass, um Förster Busch mit ins Kunstboot zu holen. Nicht nur, dass er der versammelten Kinderschar „eine ganze Woche voll schönem Wetter“ verspricht – der Fachmann erklärt auch, warum der Specht so fleißig Löcher in die Bäume hackt. Und warum er so unvermittelt sein wildes Arbeiten unterbricht.

Nach Waldrundgang und Picknick ist kreative Energie gefragt: Aus Naturmaterialien sollen Skulpturen erwachsen – ganz im Sinne der Land-Art. In den folgenden Tagen wird das Sinclair-Haus zum Atelier, wo Linol- und Scherenschnitte, Gedichte und Hörspiele entstehen. Ausgewählte Werke aus der Altana-Sammlung „Natur in der zeitgenössischen Kunst“ schaffen die entsprechende Atmosphäre.

An allen Tagen steht die Tür für Besucher offen. Wer sehen will, was die Kinder rund um Ostern geschaffen haben, ist zu einem Atelierrundgang am 21. und 29. April eingeladen. Jeweils ab 15.30 Uhr wird sich erweisen, ob das Hämmern des Spechts auch im Sinclair-Haus noch nachhallt.

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