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Weniger Straftaten im Kreis

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Die Kriminalitätsbelastung ist im Hochtaunuskreis auf historischem Tiefstand. Die Aufklärungsquote beträgt 56 Prozent.

Von Volker Trunk

Es sind Delikte wie die versuchte Tötung einer 54-jährigen Frau in Oberursel oder die tödlichen Messerstiche bei einem Familiendrama in Oberursel, die im Gedächtnis bleiben. Dabei zählt der Hochtaunuskreis, statistisch gesehen, zu den ungefährlichsten Landkreisen in Hessen. Und nach der am Donnerstag vorgelegten Kriminalitätsstatistik ist die Lage eindeutig: Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote.

Vor allem die sogenannte Häufigkeitszahl – sie errechnet sich aus der Zahl der bekanntgewordenen Fälle auf 100.000 Einwohner – stimmt die Verantwortlichen zuversichtlich: Mit 4622 Delikten in dieser Rechnung steht der Hochtaunuskreis zum Beispiel im Vergleich zu Frankfurt, Offenbach oder Wiesbaden hervorragend da. „Das ist insgesamt eine erfreuliche Entwicklung“, sagte am Donnerstag Landrat Ulrich Krebs. Kriminaldirektor Gerhard Budecker pflichtete bei: „Dank der hervorragenden Arbeit der Polizei und deren Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger lässt es sich im Hochtaunuskreis sicher leben.“

Wie Kriminalrätin Julia Meyer erläuterte, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 10.553 Straftaten registriert, 394 weniger als im Jahr zuvor. Vor allem Raubstraftaten und Delikte mit Körperverletzungen sind zurückgegangen, bei fast 40 Prozent aller gemeldeten Straftaten handelte es sich um Diebstähle. Insgesamt wurden in 2012 mehr als die Hälfte aller Straftaten aufgeklärt. Landrat Ulrich Krebs stellte freilich klar: „Jedes Verbrechen ist eines zu viel.“

Hohe Aufklärungsrate bei Mord

Bei Mord und Totschlag ist im Hochtaunuskreis die Gefahr, entdeckt und verhaftet zu werden, immens groß. Alle sieben „Straftaten gegen das Leben“ konnten im vergangenen Jahr aufgeklärt werden.

Insgesamt sei die Polizei bei der Bekämpfung der Kriminalität auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürgern angewiesen, so Budecker und Meyer – auch in eigener Sache. Im vergangenen Jahr habe die Polizei verstärkt darüber informiert, wie man das eigene Heim vor Langfingern besser sichern kann. Mit einigem Erfolg: Die Zahl der Diebstähle aus Wohnungseinbrüchen nahm im Kreis 2012 ab.

Informieren, aufklären – darauf richtet die Polizei im Hochtaunus auch 2013 einen Fokus. Meyer verwies auf die polizeilichen Beratungsstellen. „Sie kommen vor Ort, und die Beratung ist kostenlos“, sagte sie.

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