1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Hochtaunus

Weniger Besucher im Hessenpark

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ins Freilichtmuseum Hessenpark kamen im ablaufenden Jahr 12.000 Besucher weniger als 2009. Geschäftsführer Scheller sieht die Ursache in der Konkurrenz durch Gartenschau und Fußball-WM.

"Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Mit diesen Worten kommentiert Jens Scheller, Geschäftsführer des Freilichtmuseums Hessenpark bei Neu-Anspach, den Zuschauerrückgang in diesem Jahr. In der Saison 2010 haben rund 178000 Besucher die Pforten der Museumskasse passiert, 12000 weniger als im vergangenen Jahr.

Scheller führt das unter anderem auf die Landesgartenschau in Bad Nauheim, aber auch die Fußball-WM in Südafrika zurück. Das habe sich in der Besucherstatistik bemerkbar gemacht. Damit stehe der Hessenpark nicht allein. „Der Vergleich zu anderen Häusern der Region, aber auch überregionale Vergleiche, zeigen, dass die Besucherzahlen fast überall rückläufig waren“, so Scheller. Vor allem der Verkauf von Einzelkarten ging im Hessenpark auffällig zurück, das sei zu Teilen durch einen Zuwachs bei Familien- und Gruppenkarten ausgeglichen.

Weitere rund 54000 Besucher besuchten den Marktplatz, der vor den Kassen liegt und kostenlos aufgesucht werden kann. Diese Zahl beruht laut Scheller indes auf Schätzungen. Demnach hätten 2010 rund 232000 Menschen das Freilichtmuseum besucht.

In der zu Ende gegangenen Saison wurden elf sanierte und fertiggestellte Gebäude an die Museumsbesucher übergeben. Darunter sind Publikumslieblinge wie das Posthaus, das Dorfbackhaus oder die Schule aus Frickhofen.

Um die Besucher besser über die Arbeiten zu informieren, hat das Museum erstmals öffentliche Sanierungsführungen angeboten. Scheller: „Wir wollen den Besuchern zeigen, wie und warum Häuser saniert werden müssen. Das soll 2011 fortgeführt werden, auch weil die Beschwerden über Arbeiten an den Gebäuden weitgehend zurückgegangen sind.“

Erstmals arbeiteten 2010 Künstler im Hessenpark. Möglich gemacht hat das das Atelierstipendium „Aus der Stadt aufs Land“. Das Künstlerpaar Özlem Günyol und Mustafa Kunt lebte und arbeitete zwei Monate im Museum. Ihre Werke sind 2011 in Frankfurt zu sehen.( tob)

Auch interessant

Kommentare