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Wenig los vor Mitternacht

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In der Englischen Kirche kam die Musik nicht aus der Konserve.
In der Englischen Kirche kam die Musik nicht aus der Konserve. © Weis

Die Sound & Dance Night mit Live-Musik gibt es erstmals auch in der Englischen Kirche.

Von Nina Nickoll

In den Irish Pub am Rathausplatz tröpfeln die ersten Besucher mit ihren neon-orangefarbenen Eintrittsbändchen am Handgelenk schon vor acht Uhr nach und nach herein. Die Armbändchen werden für 10 Euro am Eingang verkauft. Der Pub ist ein Lokal von 16 Bars, Bistros, Cafés und Restaurants, die am Samstag an der Sound & Dance Nacht beteiligt waren,

Neben Bars und Kneipen nahm auch das Kulturzentrum Englische Kirche an dieser Nacht teil. Hier spielt die Band Desperado Livemusik – an diesem Abend ein Alleinstellungsmerkmal, ansonsten sorgen DJs, die Stephan, Ralf und Markus heißen, mit Musik aus der Konserve für Stimmung.

Trotzdem ist der ehemalige Kirchensaal mit 25 Leuten nicht gerade voll, erst nach 23 Uhr sind es mehr als 60 Besucher. Sängerin Ina Morgan lässt das kalt: „Schön, dass ihr euch für Livemusik entschieden habt, aber ihr könnt auch gerne noch weiterziehen“, ruft sie ins Mikro. Das Wetter hält, kein Regen, zum Glück. Also weiterziehen.

„Die Sängerin hat mir ein bisschen leidgetan, weil sie eine super Band hat, aber zu wenige Leute da waren“, sagt Frederike Bodem. Sie hatte mit ihrer Freundin in der Englischen Kirche den zweiten Zwischenstopp, nach der Peppers-Bar, eingelegt, um bei Livemusik zu tanzen. Dazu war es ihnen aber „zu leer“.

„Wir waren schon öfter dabei, aber dass es so viele DJs und so wenig Livemusik gibt, kennen wir nicht“, sagt Verena Fuhrmann. Beide verschwinden in der Louisen Lounge. Die ist schon rappelvoll und ziemlich verqualmt – Rauchen ist hier erlaubt.

Zum Rauchen gehen Christian Schumann und Andreas Pohling vor die Kirchentür. „Ich bin hier, weil ich Livemusik gut finde“, sagt Pohling. „Wir wollen die Louisenstraße einmal rauf- und runterlaufen“, sagt Schumann, der auf Empfehlung von Arbeitskollegen in die Kurstadt gekommen ist.

Nach der Ausweiskontrolle und nachdem Jacke und Tasche abgegeben sind, ist es geschafft: Drinnen, in der Casino Lounge der Spielbank, laufen Hits, es ist aber noch nichts los. Sechs Mittzwanziger sind in dem Luxus-Ambiente. Nach 23 Uhr geht’s ins Gambrinus. Bis sieben Uhr morgens soll hier gefeiert werden, noch ist die Tanzfläche aber nicht voll. „Bisher ist alles ein bisschen leer“, sagt Lena Heeren. Die 18-Jährige ist mit ihrer Schwester Maren da. „Hier soll es ab ein Uhr voll werden“, sagt sie. Überprüft hat die Reporterin das nicht mehr.

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