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Wenig Beute für Blitzer

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Von: Götz Nawroth-Rapp

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Die Polizei kontrolliert die Geschwindigkeit von 10 000 Fahrzeuge und erwischt 194 Temposünder. Die „Spitzenreiter“ des Tages im negativen Sinne waren ein Autofahrer, der am Vormittag auf der L 3024 mit 104 Stundenkilometer statt der zulässigen 60 unterwegs war.

Ganz so „wie erhofft und erwartet“ hat die Polizei beim Blitzmarathon am Donnerstag weniger Temposünder als bei nicht angekündigten Kontrollen im Hochtaunuskreis erwischt. An kreisweit 18 Kontrollstellen haben die Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsbehörden und der Polizei insgesamt 10 415 Fahrzeuge gemessen, wie die Beamten am Freitag mitteilten.

Heraus kamen 194 festgestellte Geschwindigkeitsüberschreitungen, die sich jedoch bis auf zehn Fälle im Verwarnungsbereich bewegten. Diese zehn Verkehrsteilnehmer erhalten eine Ordnungswidrigkeitsanzeige von der jeweils zuständigen Ahndungsbehörde.

Die „Spitzenreiter“ des Tages im negativen Sinne waren ein Autofahrer, der am Vormittag auf der L 3024 mit 104 Stundenkilometer statt der zulässigen 60 unterwegs war. Am Nachmittag wurde zudem ein Motorradfahrer geblitzt, der es auf der L 3004 vor dem Sandplacken auf 124 Sachen brachte – dort sind 80 Stundenkilometer erlaubt.

Motorräder am Sandplacken

Während die Messungen über den Tag und den Abend sich aller Fahrzeugarten auf den Straßen gleichermaßen annahmen, so spezialisierten sich die Ordnungshüter am Nachmittag bei Lasermessungen auf der L 3004 am Sandplacken auf Motorräder. Die Strecke ist bei Zweiradfans sehr beliebt.

Medial begleitete ein Fernsehteam dort Mitarbeiter des Verkehrsdienstes mit Unterstützung durch Beamte der Kradstaffel des Polizeipräsidiums in Wiesbaden bei der Kontrolle von Motorradfahrern. Auch an dieser Messstelle hielten sich Geschwindigkeitsüberschreitungen in Grenzen. Allerdings wurden auch Verstöße gegen Zulassungsbestimmungen geahndet: Den Beamten fiel der eine oder andere Zweiradfahrer auf, dessen Maschine nicht ganz den TÜV-Vorschriften genügte. Die Polizei im Hochtaunuskreis berichtet von Einsicht und von Akzeptanz der Kontrollen bei den Verkehrsteilnehmern und zieht ein insgesamt positives Fazit des Blitzmarathons.

In 22 europäischen Staaten waren am Donnerstag Temposünder verstärkt kontrolliert worden. In Deutschland waren dafür 13 000 Polizisten an rund 7000 Messstellen im Einsatz; nur die Polizei in Schleswig-Holstein hatte sich wegen des parallel stattfindenden G7-Außenministertreffens in Lübeck diesmal nicht an dem Aktionstag beteiligt.

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