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Weltreise auf dem Marktplatz

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Von: Fabian Böker

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Bei den Aleviten gab es gegrillte Spezialitäten.
Bei den Aleviten gab es gegrillte Spezialitäten. © Michael Schick

Das Internationale Fest der Kulturen in Bad Homburg ermöglicht und fördert kulturellen Austausch.

Eine Weltreise nimmt normalerweise viel Zeit und viel Geld in Anspruch. Als Lohn lernt man die unterschiedlichsten Länder und Kulturen kennen. Am Samstag war das in kleinerer Form auch in Bad Homburg möglich, und es hat weder viel Zeit noch viel Geld gekostet. Am Samstag präsentierten sich nämlich zahlreiche ausländische Vereine in der Innenstadt beim 35. Internationalen Fest der Kulturen.

Wenn man am Samstag die Louisenstraße hoch lief, das Kurhaus rechts liegen ließ und den Markplatz schon in Sichtweite hatte, kamen einem die ersten Aromen in die Nase. Links der griechische Stand mit Souvlaki, Wein und Ouzo, rechts der des Alevitischen Familien- und Kulturvereins, der Köfte, Börek und Fleischspieße anbot. Und auch auf den kommenden Metern gab es ein angenehmes Wechselspiel aus Gerüchen und Düften.

Crepes aus Frankreich und Tansania, Pizza und Pasta aus Italien, Couscous aus Marokko, Cevapcici und Bohnensuppe aus Serbien, Fleischspieße aus der Türkei, dazu südafrikanischen Wein oder afghanischen Tee die Liste der Speisen und Getränke war lang. Auch ganz exotische Mahlzeiten, die der geneigte Bad Homburger sonst wohl eher selten auf den Teller bekommt, waren im Angebot. So gab es am Stand des Philippinischen Vereins Pansit gebratene Reisnudeln und Lumpia, auch bekannt als Frühlingsrolle. Der Afghanisch-Iranische Frauenverein verwöhnte seine Besucher mit Kabuli Palau brauner Reis und Sambosa, mit Hack gefüllte Teigtaschen.

Kulturen präsentieren sich

Aber selbstverständlich ging es nicht nur ums Essen und Trinken. Im Mittelpunkt des Festes stand die Präsentation der verschiedenen Kulturen. Wir wollen den Bad Homburgern zeigen, wer überhaupt hier lebt, erklärte Irene Eibich vom Integrationsbüro. Dieses hat das Fest zusammen mit dem Ausländerbeirat der Stadt organisiert, es ist die mittlerweile 35. Auflage.

Als das Fest zum ersten Mal stattgefunden hat, gab es noch gar keinen Ausländerbeirat, so Anhi Yi, die dort im Vorstand sitzt. Die Idee ist aber in all den Jahren dieselbe geblieben. Das Fest soll dazu beitragen, die kulturelle Bereicherung für unsere Stadt durch die ausländischen Vereine zu verdeutlichen, so Kirsten Ohlrogge von der Stadt Bad Homburg. So ein Fest ist eine Möglichkeit, evnetuell bestehende Vorurteile abzubauen und mit anderen Kulturen ins Gespräch zu kommen. Denn diese gehörten wie selbstverständlich in den Alltag.

Begleitet wurde dieser Austausch von einem Bühnenprogramm. Japanische Trommelkunst, philippinische Tänze, türkische Folklore oder kubanische Musik da staunten nicht nur die Austauschschüler aus Tansania, die derzeit zu Besuch sind und auf der Bühne offiziell begrüßt wurden.

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