Oberursel

Weitere Bohrungen nach Schadstoffen in Oberursel

Die Regierungsbehörde in Darmstadt hat in der Oberen Feldstraße erhöhte Werte einer schädlichen Kohlenwasserstoffverbindung gemessen und will nun Boden und Grundwasser genauer untersuchen.

Seit 2012 holt eine Fachfirma auf einem Grundstück an der Eppsteiner Straße in Oberursel kiloweise chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) aus dem Boden, die eine Chemiefirma vor vielen Jahren dort hinterlassen hatte. (Die FR berichtete.) Nun hat das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt in der Nähe, in der Oberen Feldbergstraße, weitere Bohrungen in Auftrag gegeben.

Speziell sucht das RP laut einer Pressemeldung nach Verunreinigungen durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW), die den Boden verunreinigen und das Oberurseler Grundwasser gefährden könnten. Auch diese möglichen Verunreinigungen würden schon viele Jahrzehnte zurückliegen.

„LHKW wurden früher in großem Umfang zur Metall-Entfettung, zur Entfernung von Farbe und in der Textilreinigung verwendet“, heißt es vom RP. Heute werden solche Stoffe „als gesundheitsschädlich und stark wassergefährdend eingestuft“. Ob tatsächlich eine schädliche Grundwasserverunreinigung vorliegt werde dann geprüft, wenn ein gewisser Schwellenwert überschritten ist. Messungen hatten aber bereits an mehreren Stellen erhöhte LHKW-Werte ergeben. Gesichert werden soll durch die „orientierende Untersuchung“ die Rohwasserqualität der Wassergewinnungsanlagen „Riedwiese“. Das RP erhofft sich, durch Bohrungen in bis zu 30 Metern Tiefe, die genauen Eintragungsorte zu finden.

Wie berichtet, will auch die Stadt Oberursel weitere Untersuchungen zur Gefahrenforschung in Auftrag geben. (bil)

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